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<p>Folklore in "Ur Älv Och Ã\x85" erweckt trotz schwarzmetallischen Parts ...
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<title>Ã\x9cltra Raptör - Fossilized</title><description><![CDATA[ V&O ...
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<?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1" ?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>Heavyhardes.de - Reviews für Bayern und den Rest der Welt</title><link>http://www.heavyhardes.de</link><description>Heavyhardes.de - Metal News, Reviews, Interviews, Live-Berichte und Videos</description><language>de-de</language><copyright>Heavyhardes.de</copyright><pubDate>Thu, 21 May 2026 00:00:07 +0000</pubDate><image><url>http://www.heavyhardes.de/logo/HH_Krebs.gif</url><title>Heavyhardes.de - Reviews für Bayern und den Rest der Welt</title><link>http://www.heavyhardes.de</link></image><atom:link href="http://www.heavyhardes.de/feeds/rss/heavyhardes_reviews_rss.xml" rel="self" type="application/rss+xml" /><item> <title>Sacriversum - Before The Birth Of Light</title><description><![CDATA[ VÖ: 08. April 2026<br />Zeit: 44:43<br />Label: <a href="http://www.facebook.com/fireflashrecords" target="_blank">Fireflash Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/Sacriversum2023" target="_blank">www.facebook.com/Sacriversum2023</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Die Musik der Band Sacriversum ist mir als verträumter Mix aus Death und Gothic Metal mit allerhand Keyboards und Frauengesang in Erinnerung geblieben. Ende der 1990er war ich auf die Polen aufmerksam geworden, doch reichte dieser erste Eindruck nicht aus, um mich weiterhin mit der Band zu beschäftigen. Zugegeben: Sacriversum geriet für mich in Vergessenheit. Tatsächlich war die Band dann noch bis 2005 aktiv und verschwand dann für gut 20 Jahre von der Bildfläche. Before The Birth Of Light, das nunmehr sechste Studioalbum, läutet gewissermaßen ein Comeback ein, wobei von der Besetzung des letzten Studiodrehers Sigma Draconis aus 2005 nur noch Sänger / Bassist Remo und Gitarrist MacKozer an Bord sind.</p><p>Die Truppe hat sich also neu aufgestellt und definiert sich 2026 auch ein kleines Stück weit neu. Die Musik klingt doch deutlich härter und Death-lastiger, als ich es in Erinnerung behalten habe. Der Posten einer Sängerin wurde gestrichen, aber das Keyboard blieb, liefert sphärische Klänge, mimt Piano oder Hammond-Orgel und leistet einen entscheidenden Beitrag zum Sound von Sacriversum. Der ist im Übrigen auch heute noch nicht gerade leicht zu greifen, bewegt sich irgendwo zwischen Death und Doom Metal und beinhaltet neben eingängigen und klar strukturierten Passagen auch allerhand progressive Einschübe und musikalische Experimente.</p><p>Die Highlights des neuen Albums lassen sich wohl während seiner ersten Hälfte verorten. Nach kurzem Intro macht der flott gezockte und verspielte Opener "We're Storming Through The Night" mitsamt opulenter Hammond-Orgel Laune und Lust auf mehr. Death Metal meets <a href="http://www.heavyhardes.de/band-4095.html">Deep Purple</a>... das hat man so vermutlich auch noch nicht gehört. "Let Us Ride The Wind" baut auf dickem Groove und serviert dem Hörer während seiner zweiten Hälfte experimentelle, gotisch anmutende Klänge. Ein Link in die Vergangenheit der Band? Fast schon jazzige Piano-Passagen durchziehen "Golden Lights Of Valhalla", welches nebenbei aber auch die heftigsten Eruptionen des Albums enthält. Dagegen bleibt das teils gemächlich intonierte "March Of The Giants" mit seinen Doom-Elementen vergleichsweise simpel gestrickt und schafft es gerade deswegen in meine Favoriten-Liste auf Before The Birth Of Light. Noch mehr Doom-Feeling und orientalische Sound-Landschaften liefert der Titeltrack, ehe es im letzten Drittel der Scheibe dann zunehmend progressiver zur Sache geht, was im achtminütigen Rausschmeißer "Chief Of The Fearless" seinen Gipfel erreicht. Da sind sie schließlich auch wieder, die Hammond-Sounds! </p><p>Wenn im Promotext nun geschrieben steht, dass Before the Birth Of Light die besten Songs der Bandgeschichte enthält, so ist das womöglich mehr als eine übliche Werbe-Floskel. Das neue Material ist spannend, individuell und bietet allerhand zu entdecken. Es bleibt jedoch das Handicap eines Grenzgängers, der den einen zu hart und den anderen zu soft oder experimentell daherkommt. Aus meiner Sicht ist Before the Birth Of Light ein gelungenes Comeback, das man gerne auch öfter laufen lässt.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10625.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10625.html</guid> </item><item> <title>A Goat As Our Shepherd - Man Proposes, Earth Disposes</title><description><![CDATA[ VÖ: 25. Februar 2026<br />Zeit: 43:33<br />Label: Eigenproduktion<br />Homepage: <a href="http://www.agaos.be" target="_blank">www.agaos.be</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>A Goat As Our Shepherd nennt sich ein belgisches Kollektiv an Musikern, die sich voll und ganz dem melodischen Death Metal verschrieben haben. Man Proposes, Earth Disposes, so der Titel des mittlerweile zweiten Studio-Albums, steht auf einem dicken Fundament aus Groove und Melodie, was in dieser Kombination nicht selten Erinnerungen an die kanadischen Kollegen von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-590.html">Kataklysm</a> weckt. Das mag vielleicht auch ein wenig an T'Seyens kraftvollen und tiefen Growls samt gelegentlicher Screams liegen, denen sich eine gewisse Nähe zu Brüllwürfel Maurizio nachsagen ließe. </p><p>A Goat As Our Shepherd hüllen ihre Kompositionen gerne in einen Mantel aus Dunkelheit und Schwermut, was die eher gemächlich gestrickten Nummern wie "Circling The Drain" oder "Husk Of Bloom" besonders eindringlich macht. In manch einem Gitarrensolo und wann immer die Belgier ihre Klampfen wie Teppiche ausrollen, meint man außerdem eine entfernte Verwandtschaft zu <a href="http://www.heavyhardes.de/band-128.html">Amon Amarth</a> erkennen zu können. Das feierliche "Astray Horizon" lässt sich hierfür wohl am ehesten ins Feld führen. Dem gegenüber stehen natürlich auch zahlreiche aggressive Momente! Das hohe Tempo und die thrashigen Gitarren rücken "Neurotic Swarm" in die Nähe von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-14.html">Vader</a>, doch lassen wir die vielen Vergleiche. Die sollen schlussendlich nur das hohe qualitative Niveau unterstreichen, auf dem A Goat Of Our Shepherd agieren. Die Belgier entpuppen sich nämlich eines ums andere Mal als ausgefuchste Songwriter, die innerhalb der einzelnen Songs für manch einen Stimmungswechsel und manch eine Überraschung zu haben sind. </p><p>Melodien, die unter die Haut gehen, harmonische Soli und allerhand Groove stimulieren die Nackenmuskulatur über die gesamte Spielzeit hinweg. Stimmiges Artwork, saubere und druckvolle Produktion - in Anbetracht der Tatsache, dass Man Proposes, Earth Disposes in Eigenregie eingezimmert wurde, kann man hierauf nur mit einem respektvollen Nicken reagieren. Reinhören lohnt sich!</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10623.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10623.html</guid> </item><item> <title>Witch Ripper - Through The Hourglass</title><description><![CDATA[ VÖ: 10. April 2026<br />Zeit: 44:09<br />Label: Magnetic Eye Records<br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/witchripper" target="_blank">www.facebook.com/witchripper</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>6 von 6 Punkten</p><p>Es gleicht tatsächlich einer kleinen Reise durch Zeit und Raum, wenn Through The Hourglass, das dritte Album von Witch Ripper, beginnt im Schacht seine Runden zu drehen! Dass die Vier aus Seattle manch einen Link zur Rockmusik vergangener Zeiten platzieren, dürfte ihren Fans bekannt sein. Dennoch klingen Witch Ripper mit ihrem Mix aus Retro Rock, Sludge und Stoner Metal alles andere als altbacken, sondern meistern es gar vorzüglich eine Art eigenen Mikrokosmos aufzubauen und bringen Melodie und Heavyness mühelos unter einen Hut.</p><p>Allein das Wechselspiel zwischen tiefen Shouts und den hohen, glasklar gesungenen Versen von Chad Fox weiß schon zu faszinieren. In Verbindung mit den vielseitigen und dicht gewebten Arrangements reißt einen die Musik von Witch Ripper förmlich mit! Obwohl die Eingängigkeit der Kompositionen stets im Fokus steht, führen Leidenschaft, Enthusiasmus und scheinbar grenzenlose Kreativität immer wieder zu ausgedehnten Instrumentalexzessen, welche gerne auch progressive Züge besitzen und die Songs nicht unter sechs Minuten davonkommen lassen. Wir erleben Riffs, Riffs und nochmal Riffs neben exzellenter Solo-Arbeit, während eine mystische Aura das gesamte Werk zu umgeben scheint. Wer da nicht wie von Geisterhand zur Luftgitarre greift, der sollte sich wohl ein anderes musikalisches Hobby suchen!</p><p>Nach kurzem Intro haben Witch Ripper mit dem flott gespielten und hochmelodischen "The Portal" eines ihrer heißesten Eisen gleich an erste Stelle gepackt. Eine qualitative Abschichtung vorzunehmen, während die Sanduhr rinnt, soll allerdings alles andere als leichtfallen! Denn gleich das folgende "Symmetry Of The Hourglass" weiß als vielleicht härteste Nummer des Albums nicht minder zu überzeugen. Technisch anspruchsvoll und dennoch von beinahe cineastischer Schönheit demonstriert uns "Echoes And Dust", dass sich Eingängigkeit und technischer Anspruch nicht ausschließen müssen.</p><p>Mit geisterhaften Riffs und hypnotischen Drums steigt "The Clock Queen" in eine der anspruchsvollsten und vielschichtigsten Kompositionen ein, deren versöhnlich-prägnanter Refrain von Schwermut getragen wird und direkt unter die Haut geht. Wie aus einem Guss schmeichelt sich sogleich "Proximal Centauri" mit akustisch-balladesken Klängen ins Gehör, ehe es sich im letzten Drittel zur packenden Hymne steigert. Großes Klangkino erwartet den Konsumenten schließend im finalen "The Spiral Eye", das mit seinen opulenten Chören nicht nur von monumentaler Gestalt ist, sondern auch mit monumentaler Länge daherkommt. </p><p>Die große Kunst, selbst Lieder jenseits der acht-Minuten-Grenze spannend zu halten, beherrschen Witch Ripper gar vorzüglich! Das macht Through The Hourglass zu einem dieser Alben, die man sich immer wieder gerne anhört, und dabei stets neue Details entdecken kann.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10624.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10624.html</guid> </item><item> <title>Cnoc An Tursa - A Cry For The Slain</title><description><![CDATA[ VÖ: 24. April 2026<br />Zeit: 44:23<br />Label: <a href="http://www.apocalypticwitchcraft.co.uk" target="_blank">Apocalyptic Witchcraft</a><br />Homepage: -<p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Cnoc An Tursa schafften es bereits im Jahr 2013, mich mit ihrem Debüt <a href="https://www.heavyhardes.de/review-8729.html">The Giants Of Auld</a> in ihren Bann zu ziehen. 2026 soll ihnen das erneut gelingen! Eigentlich bin ich nicht der größte Fan überlanger Kompositionen, noch dazu, wenn diese den Großteil eines Albums ausmachen. Allerdings schaffen es die Schotten trotz Spielzeiten, die gerne auch die Sieben-Minuten-Marke knacken, meine Aufmerksamkeit zu behalten. Doch eines nach dem anderen!</p><p>In "Na Fir Ghorma", im Grunde so etwas wie ein ausgedehntes Intro, lassen eindringliche Gitarren und zarter Frauengesang aufhorchen. Sie bereiten den Weg für eine Reise in Geschichte und Mythen der schottischen Highlands! Dazu prallt schwarzmetallische Wucht auf melodischen Death Metal und allerhand gekonnt eingeflochtene Folklore. Im Grunde nichts Außergewöhnliches, aber eben außergewöhnlich gut komponiert und in Szene gesetzt! "The Caoineag", der längste Song auf A Cry For The Slain bricht mit der warmen Atmosphäre des Intros, lässt auf eine dicke Wand aus Gitarren feierliche Rhythmik folgen, pendelt zwischen ruhigeren und heftigen Passagen und hinterlässt trotz 7:40 Minuten einen kurzweiligen Eindruck. Zudem definiert er gewissermaßen das musikalische Raster, in dem sich auch die folgenden Songs bewegen werden. "Cailleach And The Guardians Of The Seven Stones" kommt schneller auf den Punkt und könnte schon deshalb und wegen seiner kämpferischen Ausstrahlung samt Gangshouts im Refrain zum Aushängeschild des Albums werden. Der Song klingt glatt wie die schottische Antwort auf <a href="http://www.heavyhardes.de/band-882.html">Suidakra</a>, was in Anbetracht des letzten Albums der germanischen Kollegen absolut als Kompliment zu begreifen ist!</p><p>"Am Fear Liath Mor" tanzt mit fröhlichen Melodien aus der Reihe und bereits mit seinen Links zu schwedischem Melodic Death ein gesteigerte Hörvergnügen, ehe mit "Alba In My Heart" die nächste großartige Hymne an den Start gebracht wird. Gegen Ende stellt "Address To The Devil" noch einmal grimmigen Black Metal gegen Akustikeinschübe mit zartem Frauengesang. Schließlich ist sogar das hübsche Keyboard-Outro "The Nine Maidens Of Dundee", das mit drei Minuten auch nicht gerade kurz geraten ist, von Relevanz und erinnert ein wenig an Michael Kamens kompositorische Beiträge zum Soundtrack des Films Highlander. So endet ein opulent arrangiertes Metal-Manifest mit cineastischen Klängen. Wessen Neugier nun geweckt ist, der findet die Clips zu "Cailleach And The Guardians Of The Seven Stones" und "Alba In My Heart" im Netz und lässt sich hoffentlich ebenfalls anstecken.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10618.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10618.html</guid> </item><item> <title>Apolaustic - No Plenitude Without Suffering</title><description><![CDATA[ VÖ: 03. April 2026<br />Zeit: 40:51<br />Label: <a href="http://www.tometal.com" target="_blank">Transcending Obscurity Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/ApolausticBand" target="_blank">www.facebook.com/ApolausticBand</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Apolaustic ist das Solo-Debüt des ehemaligen Strortregn-Sängers Romain Negro, der sich für die Aufnahmen von No Plenitude Without Suffering die Unterstützung von Merlin Bodago an der Gitarre und Nicolas Muller an den Drums als Session-Musiker holte. Mit seinem melodischen Mix aus Death und Black Metal folgt der Schweizer zwar grundsätzlich dem Pfad seiner früheren Kollegen, dennoch gelingt es ihm, eigene Akzente zu setzen.</p><p>Da wäre zum einen die markante Rolle der Lead-Gitarre, die sich mit ihren vielseitigen Riffs, Soli und Melodien als Navigator durch die acht Kompositionen erweist. Nordisch klingt das Material, schwedisch, um genau zu sein. Da kommen dem geschulten Hörer sicherlich Bands wie <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2086.html">Necrophobic</a> oder <a href="http://www.heavyhardes.de/band-8662.html">Sacramentum</a> in den Sinn, wenn Apolaustic zwischen rasend schnellen Passagen und ruhigen Intermezzi pendeln. Dabei darf man sich auf dicke Gitarrenwände im Black-Metal-Style und griffige Melodien ebenso freuen wie über Verschnaufpausen von der Akustik-Gitarre. Zwar sind einige Songs, zum Beispiel der Opener "Devouring The Past", in punkto Songwriting durchaus vorhersehbar, doch gibt es neben der allgegenwärtig hohen kompositorischen Qualität auch Momente, die aufhorchen lassen. </p><p>"Black Flame Reviver" beispielsweise tanzt mit seinen markanten Saxofon-Klängen gänzlich aus der Reihe und liefert in seinen melodischen Gitarren-Parts ein paar feine "dissectioneske" Leads. Auch der Rausschmeißer "Peregrination Towards Childhood Memories" hat ein Gitarrenriff in petto, das alles andere als Stangenware ist. Grundsätzlich gilt: ob angriffslustig oder versöhnlich - die Melodie steht bei Apolaustic stets im Fokus. Dabei schaffen es die Musiker, dank wiederkehrender Stimmungswechsel spannend zu bleiben, selbst wenn die Songs bis an die sechs Minuten heranreichen. Ein atmosphärisches Artwork und eine bärenstarke Produktion tun das Übrige, um No Plenitude Without Suffering zu einem durchweg unterhaltsamen Erlebnis zu machen. Daher der Tipp: einfach mal das Video zum Gassenhauer "Testimony Of An Obsolescent World" im Netz ansteuern und sich selbst ein Bild machen.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10622.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10622.html</guid> </item><item> <title>The Order - Empires</title><description><![CDATA[ VÖ: 27. März 2026<br />Zeit: 45:51<br />Label: <a href="http://www.massacre-records.de" target="_blank">Massacre Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.theorder.ch" target="_blank">www.theorder.ch</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Gianni Pontillo kennt die Rockwelt als vorzüglichen Sänger, wovon man sich hierzulande zuletzt bei Live-Aktivitäten der Band <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1900.html">Victory</a> überzeugen konnte. Dort stand er für die beiden letzten Alben <a href="https://www.heavyhardes.de/review-10381.html">Gods Of Tomorrow</a> und <a href="https://www.heavyhardes.de/review-10540.html">Circle Of Life</a> hinterm Mikro und trug maßgeblich zur hohen Qualität der beiden Dreher bei. Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, dass das eigentliche "Baby" des Schweizers die Band The Order ist, mit der er nun das mittlerweile siebte Album in Position bringt.</p><p>Empires beschreitet den gewohnten Pfad zwischen Hardrock und Heavy Metal und stellt mit seinem Titeltrack ein erstes Ausrufezeichen an erste Stelle. Im Midtempo arrangiert, mit knackigen Riffs und griffigem Refrain ausgestattet macht die Nummer Lust auf mehr, was sogleich mit "Fight For Your Rights" befriedigt werden soll. Eine stampfende Rhythmik mit bluesigem Einschlag kennzeichnet die erste Single-Auskopplung, zu der es bereits ein Video im Netz gibt. Da zeigen sich die Routine und das handwerkliche Können der Schweizer, die ihren Fokus weniger auf Innovation als vielmehr auf qualitative Umsetzungen legen. Das bestätigt die kämpferische Hymne "Warriors" ebenso wie der flotte Melodic-Rocker "Thieves In The Night", der im Grunde auch auf dem letzten Victory-Album eine gute Figur abgegeben hätte. Stilistisch liegen beide Acts ohnehin eng beieinander.</p><p>Freilich ließe sich ins Feld führen, dass einiges an Riffarbeit auf Empires altbewährte Genre-Stangenware ist. Songs wie "Living For The Nightlife" oder "Of Martyrs And Tyrants" klingen daher ein wenig abgegriffen. Auch die Schmuse-Ballade "Wherever I Go" mit unüberhörbarer 80er-Schlagseite vermag dieses Raster nicht zu durchbrechen. Nicht, dass die Nummer gröbere Mängel aufzuweisen hätte, aber in Sachen 80er Rock-Balladen ist vermutlich alles gesagt, was die Menschheit je zu sagen hatte und künftig noch zu sagen hat. Da freut man sich glatt über die feurigen Riffs von "The Last Call", welches wieder etwas mehr Metall im Frachtraum hat.</p><p>Dieses Review darf nicht beschlossen werden, ohne den finalen Longtrack "The Bonehead's Back - Promises And Illusions" zu erwähnen. Die gut zehnminütige Nummer tanzt stilistisch nämlich ganz schön aus dem Rahmen, klingt progressiv und modern und zeigt Gianni Pontillo von einer ganz neuen Seite, wenn er uns in den Strophen aggressive Shouts anstelle seines üblichen, hochmelodischen Gesangs serviert.</p><p>Sein Engagement bei Victory hat der Frontmann zwischenzeitlich beendet, erhielt allerdings den Ritterschlag und darf künftig bei niemand geringerem als <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2860.html">Nazareth</a> den Posten am Mikro übernehmen. Seinem "Baby" wird er dennoch erhalten bleiben und das ist auch gut so!</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10619.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10619.html</guid> </item><item> <title>Tulus - Morbid Desires</title><description><![CDATA[ VÖ: 27. März 2026<br />Zeit: 27.03.2026<br />Label: <a href="http://www.darknessshallrise.de" target="_blank">Darkness Shall Rise</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/TULUSband" target="_blank">www.facebook.com/TULUSband</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Tulus scheinen ihren Takt für neue Veröffentlichungen gefunden zu haben. Drei Jahre nach Fandens Kall erblickt nun Morbid Desires das Dunkel dieser Welt und zeigt das norwegische Black-Metal-Urgestein in altbewährter Form.</p><p>"Salme II" eröffnet das Geschehen als einer der wenigen Uptempo-Tracks des Albums, überrascht und überzeugt mit griffiger Melodie, angenehmem Klargesang im Refrain und kurzen Akustik-Einschüben aus Flamenco-Gitarrenspiel, ehe der Song gegen Ende in einen Moshpart übergeht, der beinahe 1:1 von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1987.html">Sepultura</a><a href="http://www.heavyhardes.de/band-1987.html"></a>s "Roots Bloody Roots" übernommen sein könnte. Diese stampfend-groovende Rhythmik wird im knochentrockenen "Skapp" fortgesetzt, durch gespenstische Keyboards und kurzes Solo-Spiel mit orientalischem Einschlag ergänzt, was der Nummer eine ganz eigene Atmosphäre verleiht. Schließlich fügt der Song "Tulus" als Repräsentant für das aktuelle Schaffen der Norweger jene rockenden Rhythmen und Gitarrenläufe hinzu, welche auch die Marschrichtung der weiteren Stücke definieren sollen: Tulus spielen Black'n'Roll!</p><p>Diese Ausrichtung findet ihren Höhepunkt im ausnahmsweise flott herausgerotzten "Hedengangen", bei dem man glatt meinen könnte, Sänger Blodstrup habe sich für diese Nummer mit den beiden verbliebenen <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1459.html">Motörhead</a>-Schergen Mickey Dee und Phil Campbell im Studio verschanzt, um eine Nummer zu Lemmys Ehren einzuspielen. Eine weitere Hommage, nämlich an die Metal-Urväter <a href="http://www.heavyhardes.de/band-4121.html">Black Sabbath</a> mag der finale Longtrack "Sabbat" darstellen, der das bisherige Tulus-Repertoire noch um Spuren von Doom und Blues, eine Mundharmonika inklusive, ergänzt und in einigen Passagen zweifelsfrei an die frühen Werke der Vier aus Birmingham erinnert.<br />Obwohl sich die drei Norweger nicht hetzen lassen und Up-Tempo-Passagen die Ausnahme bleiben, hinterlässt Morbid Desires einen kurzweiligen Eindruck, was definitiv nicht nur an der überschaubaren Spielzeit von 37 Minuten liegt. Leider kommt auch dieses Album nicht gänzlich ohne Füllmaterial aus und herausstechende Momente bleiben überschaubar. Dennoch macht sich die jahrzehntelange Erfahrung der Akteure bemerkbar, wenn all die hübschen kleinen Details und Blicke über den Tellerrand das aufs nötigste reduzierte Songwriting bereichern und dem Album eine ganz eigene Stimmung verleihen. Freunde von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-4865.html">Sarke</a>, <a href="http://www.heavyhardes.de/band-595.html">Khold</a> oder aktueller <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1972.html">Darkthrone</a>-Alben können im Grunde bedenkenlos zugreifen!</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10616.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10616.html</guid> </item><item> <title>Hanging Garden - Isle Of Bliss</title><description><![CDATA[ VÖ: 20. März 2026<br />Zeit: 48:26<br />Label: <a href="http://www.agoniarecords.com" target="_blank">Agonia Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.hanging-garden.net" target="_blank">www.hanging-garden.net</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Auf ihrem neunten Album Isle Of Bliss gehen die Finnen von Hanging Garden einen Tick harscher und aggressiver an ihre Songs heran als bislang gewohnt. Das demonstriert uns sogleich der Opener "To Outlive The Nine Ravens", der mit fast schon schwarzmetallischen Blastbeats und fiesen Screams das Geschehen eröffnet, ehe er dann doch das Tempo drosselt und die für Hanging Garden bekannt, schwermütige Atmosphäre aufbaut.</p><p>Am Stil der Band hat sich grundsätzlich nicht viel geändert - ihren Mix aus Melodic Death, Doom und Gothic Metal erreichen die sieben Musiker/innen mit stampfenden Rhythmen, spürbarem Synthesizer-Einsatz, mit mehrstimmen Chören und wunderschönen Klargesängen von Riikka und Toni, die eben immer wieder auf Tonis böses und tief grollendes Alter Ego treffen. Dabei erschaffen Hanging Garden durchaus progressive Strukturen, wenn sie ihre Songs bis knapp an die Sieben-Minuten-Grenze heranführen. So geschieht es schließlich auch bei erwähntem Einstieg, der vor allem in den rasanten Passagen und den daraus hervorgehenden Chören überzeugen kann. "Eternal Trees Of Turquoise" greift das flottere Tempo zunächst auf, ehe ab dem Titeltrack "Isle Of Bliss" doch deutlich gemächlichere Töne angeschlagen werden. "To The Gates Of Hel" lädt mit seinen angenehmen Gesangsduetten und den eindringlich-schwermütigen Motiven zum Träumen ein und zeigt die Band von ihrer gefühlvollen Seite.</p><p>Die ruppigen Gitarren und der verstärkte Einsatz von Death-Metal-Growls stehen den Kompositionen gut zu Gesicht. Die vielschichtig arrangierten Songs stecken voller Kraft und Theatralik, schaffen es aber gerade während der zweiten Albumhälfte nicht immer, die Relevanz bildende Spannung und Eingängigkeit zu erzeugen. Für zwischenzeitliche Durststrecken entschädigt allerdings der Rausschmeißer "Beneath The Fallen Sky", dessen schweres Doom-Riffing von angenehmen Gothic-Melodien und abermals bezaubernden Gesangseinlagen begleitet wird.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10621.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10621.html</guid> </item><item> <title>Gotthard - More Stereo Crush</title><description><![CDATA[ VÖ: 13. März 2026<br />Zeit: 28:36<br />Label: <a href="http://www.reigningphoenixmusic.com" target="_blank">Reigning Phoenix Music</a><br />Homepage: <a href="http://www.gotthard.com" target="_blank">www.gotthard.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Nach ihrem erfolgreichen 14. Studio-Album Stereo Crush, von welchem innerhalb eines Jahres satte 3,5 Millionen Tonträger verkauft werden konnten, bringen Gotthard nun das Mini-Album More Stereo Crush an den Start. Darauf zu hören: fünf neue Songs, zwei neue Versionen von Songs der Stereo Crush Tracklist und eine Nummer, die bislang nur als Video veröffentlicht wurde.</p><p>Was ein wenig wie Resteverwertung klingt, entpuppt sich allerdings schnell als vollwertiges Release, das weit mehr zu bieten hat als ein paar B-Seiten-Tracks, die es nicht auf das letzte Album geschafft haben. Also der Reihe nach: zum Einstieg serviert uns die erfolgreichste Band der Schweiz mit "Right Now" einen locker flockig und positiv drauf los rockenden Ohrwurm irgendwo in der Schnittmenge von Classic Rock und AOR. "Ride The Wave" startet eher zurückhaltend mit pumpender Rhythmik, mausert sich aber nach und nach zum waschechten Gassenhauer mit sagenhaften Gitarrenduellen in seiner zweiten Halbzeit. Nach Auskunft der Band durchlief diese Nummer mehrere Versionen und Aufnahmesessions bis endlich eine finale Fassung gefunden wurde. Ein Prozess, der sich gelohnt hat!</p><p>"Liverpool" war einer der Hits auf Stereo Crush und wurde nun mit zusätzlichem Beitrag von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2558.html">Krokus</a>-Sänger Marc Storace eingespielt. Ein Schweizer Duett also, das wie eine Hommage an die Stadionhymnen der amerikanischen Glam-Rock-Ära in den 1980ern wirkt! Die erste Single dieses Mini-Albums hört auf den Namen "Smiling In The Pouring Rain" und entpuppt sich als gefühlvolle und nachdenkliche Ballade, die einen geschickten Bogen um die gefürchtete Schmalztopf-Falle macht und sich mit griffigem Refrain schnell ins Gedächtnis spielt. Das darauffolgende "Snafu" punktet mit simplen Versen und Strukturen und hat das Zeug, sich direkt in die Setlist der anstehenden Konzerte zu grooven. "Don't Miss The Call", ein weiterer Track mit Stadionatmosphäre bereitet den Weg für "Mayday", ein komödiantisches Rockbrett mit extraschweren Riffs und partytauglichem Refrain, zu welchem in deutlich kürzerer Version schon vor zwei Jahren ein Video ins Netz eingespeist wurde. Auf Tonträger war der Song für die Fans bislang aber nicht verfügbar. </p><p>Zum Abschluss noch die Radio-Version der Stereo-Crush-Ballade "Burning Bridges" und fertig ist der Trittstein zum nächsten Studioalbum. Mit More Stereo Crush untermauern Gotthard ihren Status als absolute Rock-Profis, die keine Sekunde lang Gefahr laufen, ihren Ruf zu gefährden, indem sie mit einer Handvoll Songs aus der zweiten Reihe noch ein paar Kröten aus den Fans quetschen wollen. Nein, dieses Mini-Album macht richtig Laune, bietet Neues und Ergänzungen mit Mehrwert und sollte schon deshalb seinen Weg in ein jedes Sammler-Regal finden.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10620.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10620.html</guid> </item><item> <title>Messticator - Total Mastery</title><description><![CDATA[ VÖ: 13. März 2026<br />Zeit: 53:17<br />Label: <a href="http://www.testimonyrecords.bigcartel.com" target="_blank">Testimony Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/messticator" target="_blank">www.facebook.com/messticator</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Tut es nicht gut zu wissen, dass auch immer wieder talentierte Bands von der Basis nachrücken? Total Mastery ist das zweite Album des Hamburger Quartetts Messticator und dürfte einem jeden Death-Metal-Fan die Freudentränen in die Augen treiben!</p><p>Nach kurzem Gitarrenintro mit dem verheißungsvollen Titel "The Pit Awaits..." holen Messticator den Knüppel aus dem Sack und ballern uns mit "... The Pitslayer" ein Feuerwerk an Blastattacken und fetten Gitarren-Riffs um die Ohren. Junge, dieser Opener weiß seinem Titel gerecht zu werden! Heavy und ausgewogen produziert, kommen die sägenden Gitarren, das hämmernde Schlagzeug und die kraftvollen Growls gleichermaßen gut zur Gelten. Wenngleich "... The Pitslayer" zu den heftigsten Songs auf Total Mastery gehört, gibt er dennoch einen kleinen Vorgeschmack, was uns in Sachen Melodie auf diesem Album noch erwarten soll. Die wird nämlich im Camp der Hanseaten durchaus großgeschrieben, so groß, dass man auch den Term Melodic Death Metal problemlos ins Feld führen könnte.</p><p>Zunächst rauschen "High Ground" und "One-Shot-Kill" jedoch mit ordentlicher Thrash-Schlagseite um die Ecke. Die Band selbst beschreibt ihren Stil gerne auch als Thrashing Death und liefert mit diesen beiden rasant gezockten und mit messerscharfen Riffs bestücken Nummern quasi die Bestätigung dazu. "Ruins Of Reason" legt den Fokus verstärkt auf eingängige Melodien, fährt dicke Gitarrenwände ebenso auf, wie fingerfertiges Solospiel und lässige Basslinien. Als erste, im Tempo deutlich gedrosselte Nummer setzt "Mass Human Extinction" auf Groove und eine drückende Atmosphäre, kann sich die eine oder andere Blast-Salve am Ende aber doch nicht verkneifen. Kalte Gitarrenteppiche und hymnische Melodien verpassen "Deathtouch" einen dezent schwarzmetallischen Anstrich, während "The Tyrant's Scepter" uns vermittelt, dass Messticator auch einen auf Technik können. Schließlich liefert der Rausschmeißer "Cougar Claws (Return Of The Leather Milf)" eine dicke Ladung Heavy Metal mit Death-Growls und erweitert auf der Zielgeraden das stilistische Repertoire der Band um eine weitere Facette.</p><p>Was soll man sagen? No Filler, Just Killer - dieser Floskel kann Total Mastery durchaus gerecht werden. In Sachen Songwriting und handwerklicher Umsetzung lassen die Jungs aus Hamburg nichts anbrennen und bescheren uns im noch jungen Jahr ein erstes Highlight in Sachen Krach von der Basis. Checkt das coole Musik-Video zum thrashigen Nackenbrecher "Bloodsport" im Netz und überzeugt euch selbst!</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10611.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10611.html</guid> </item><item> <title>Myvalyir - The Past Tales</title><description><![CDATA[ VÖ: 27. Februar 2026<br />Zeit: 36:07<br />Label: Eigenproduktion<br />Homepage: <a href="http://https://www.facebook.com/myvalyir" target="_blank">https://www.facebook.com/myvalyir</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Myv... wie? Herrje, manche Bands machen es uns Konsumenten schon nicht gerade einfach mit ihrer Namenswahl! Auf Herkunft und Bedeutung von Myvalyir angeschrieben, hält sich die Band mit Auskünften bedeckt. Offenbar handelt es sich um eine eigene Wortschöpfung, die zwar durchaus eine Bedeutung besitzt, doch fänden es die Briten ganz prima, wenn die Fans eines Tages selbst in der Lage sind, das Geheimnis um ihren Namen zu lüften.<br />Dafür muss man sicherlich erst einmal eintauchen in die Welt von Myvalyir. Deren Debüt The Past Tales lässt durchblicken, dass die lyrische Komponente für die Band eine durchaus große Rolle spielt. Die vorgelegten Songs drehen sich nicht nur um alte Geschichten im klassischen Stil, sondern ebenso um Mythen und jene Kämpfe, die nicht auf Schlachtfeldern, sondern von uns selbst mit unserem Gewissen ausgetragen werden. Hierzu bedient sich das fünfköpfige Kollektiv einer Mischung aus Pagan und Melodic Death Metal, reichert dessen typisches Instrumenten-Repertoire jedoch um Violine, Cello und schwedische Nyckelharpa an und erschafft mit diesem Background eine epische, teils cineastische Klangkulisse.</p><p>Nach einem hübschen Intro bläst die Band mit "Recollection" zum Angriff und lässt Gitarrenwände zu rasanten Schlagzeugsalven wie Sturmwinde durch die heimischen Speaker fegen. Fast schon schwarzmetallisch im Auftakt, wird der Beelzebub aber recht schnell vom Boandlkramer auf seinen Platz verwiesen. Das folgende "Reign" geht die Sache schon weit weniger hektisch an, liefert neben Groove und Hymnik auch ruhige, akustisch intonierte bis geflüsterte Passagen. Das Herzstück des Albums ist zweifelsohne "The Past Tales Pt. 1" - ein episches Werk von epischer Länge, in dem sich zu Kains kraftvollen Grunts auch zerbrechlicher Frauengesang gesellt. </p><p>Nach "The Past Tales Pt. 2", welcher das Geschehen des ersten Teils im Grunde nahtlos fortsetzt, aber deutlich kürzer bleibt, liefert "The Mighty Never Fall" monströse Death-Metal-Riffs als Konterpart zur orchestral anmutenden Basis dieses Albums, ehe das Geschehen mit "Renascens" einen leisen Ausklang erlebt. </p><p>Unterm Strich haben Myvalyir auf ihrem Debüt alles richtig gemacht. Die Songs sind spannend und stimmig arrangiert und entfernen sich mit ihrer progressiven Ausrichtung gerne vom typischen Songaufbau aus Refrain und Strophe. Freilich hätte man die einzelnen Songs hier und dort etwas komprimieren können, auch will den Kompositionen der unmittelbare Vorstoß ins Langzeitgedächtnis noch nicht ganz gelingen, was vielleicht daran liegen mag, dass man sich für dieses Debüt einfach zu viel vorgenommen hat. Das kompositorische und handwerkliche Potential der Band ist jedoch nicht wegzudiskutieren und ich bin sicher, dass man von Myvalyir noch hören wird. Freunde von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-8449.html">Wolfheart</a>, <a href="http://www.heavyhardes.de/band-689.html">Moonsorrow</a> oder <a href="http://www.heavyhardes.de/band-563.html">Insomnium</a> mögen mit The Past Tales auf ihre Kosten kommen.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10617.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10617.html</guid> </item><item> <title>Fat Rhino - Escape From A Smouldering Planet</title><description><![CDATA[ VÖ: 08. November 2025<br />Zeit: 64:55<br />Label: Eigenproduktion<br />Homepage: <a href="http://www.fatrhino.de" target="_blank">www.fatrhino.de</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Bei Fat Rhino denke ich unweigerlich an den alten Werbe-Slogan "Raider ist jetzt Twix, sonst ändert sich nix". Denn Fat Rhino hieß zuvor El Camino - der Name ist neu, aber das musikalische Rezept bleibt gleich. Wenn die vier aus Löningen erst loslegen, dann prallen <a href="http://www.heavyhardes.de/band-4121.html">Black Sabbath</a>, <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2889.html">Danzig</a> und <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1289.html">Monster Magnet</a> auf ein dickes Fundament aus Doom, Groove, Schwermut und noch schwereren Riffs!</p><p>Diese Burschen leben ihre Musik, das weiß man noch aus Zeiten von El Camino und wird ein weiteres Mal davon überzeugt, wenn sie ihren Erstling Escape From A Smoldering Planet mit dem prägnanten und eindringlichen "Nashörn" eröffnen. Stoner Metal haben sich Fat Rhino auf ihr Banner geschrieben und das lässt sich problemlos unterstreichen! Die Riffs drücken unglaublich heavy durch die Membrane, während sich eine melancholische Grundstimmung wie ein roter Faden durch das gesamte Album zieht. Wo sich beispielsweise "Rider" als dreckig gespielter Bastard zwischen Rock und Metal im Fahrwasser von Bands wie <a href="http://www.heavyhardes.de/band-7409.html">Orange Goblin</a> oder Chrome Division empfiehlt, erweist sich "Crowes And Ravens" als extra-staubiger Wüstenrocker, der sich ganz allmählich aufbaut, mittendrin die Muskeln spielen lässt und mittels Slidegitarren einen lässigen Abgang hinlegt. Den geradezu hypnotischen Momenten dieses Songs soll man auf Escape From A Smoldering Planet noch öfter begegnen. "Red Sabbath" deutet bereits an, dass es sich um eine Hommage an Black Sabbath handeln könnte. Das bestätigen zunächst auch die doomigen Riffs, doch spricht der eingängige Refrain eben doch eine eigene Sprache.</p><p>Fat Rhino liefern mit ihrem Debüt einen ersten starken Eindruck mit viel Liebe zum Detail, eingebettet in einen dicht gesponnenen, organischen Sound. Leider fehlt unter den Songs der ganz große Wurf, obwohl man sich von einem guten Teil ähnlich gepolter Acts locker abheben kann. Beim Nachfolger sollte die Band jedoch darauf achten, ihr Material ein wenig zu komprimieren. Mit mehreren Longtracks im Gepäck, welche das Album auf stattliche 65 Minuten Spielzeit aufblasen, hat sich nämlich auch die eine oder andere Länge eingeschlichen, die den Konsum nicht gerade vereinfacht...</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10615.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10615.html</guid> </item><item> <title>AmongRuins - The Advent Of Chaos</title><description><![CDATA[ VÖ: 20. Februar 2026<br />Zeit: 42:24<br />Label: <a href="http://www.theogonia-records.com" target="_blank">Theogonia Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.youtube.com/user/AmongRuinsOfficial" target="_blank">www.youtube.com/user/AmongRuinsOfficial</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p><a href="https://www.heavyhardes.de/review-10485.html">Land Of The Black Sun</a> zählte für mich im Jahr 2023 zu den positiven Überraschungen in Sachen Melodic Death Metal. Da bin ich schon gespannt, ob Album Nummer vier mit dem Titel Advent Of Choas den Erwartungen gerecht werden kann. </p><p>Tatsächlich knüpft die Scheibe beinahe nahtlos an seinen Vorgänger an. Der Titel sollte dabei allerdings nicht als repräsentativ für die Musik begriffen werden, denn bei den Griechen geht es im Großen und Ganzen schon recht geordnet zur Sache. Keyboards und der Klang wehender Winde bereiten den Weg für den Einstieg. Ein erhabenes Ohrwurm-Riff, die Leadgitarre stimmt mit ein und "Frozen To The Core" eröffnet mit stampfenden Rhythmen und tiefen Growls das Geschehen. Wo andere Genre-Kollegen meinen, ihr Album mit einem Schlag ins Gesicht beginnen zu müssen, lassen es AmongRuins völlig stressfrei mit einer Midtempo-Hymne angehen, die, nebenbei bemerkt, mit sechseinhalb Minuten auch der längste Song auf dem Album ist. </p><p>Besagter Schlag ins Gesicht folgt bei AmongRuins an der zweiten Stelle: der Titeltrack "Advent Of Chaos" nimmt an Fahrt und Vehemenz auf, liefert Melodic Death nach schwedisch-finnischem Vorbild, wie man es von AmongRuins zuletzt schon zu hören bekam. Dabei gibt es neben eingängigen Melodien auch Klargesang und Gangshouts zu vernehmen. Mit "Red Divine" folgt das Album-Highlight, das seine feierliche Stimmung, die Ohrwurmriffs und ein schönes Solo in dreieinhalb Minuten auf den Punkt bringt! Ein erster Blick über den Genre-Tellerrand liefert "Into The Flame", wo Gastsängerin Christianna von der Band Elysion mit Frontmann Sotiris ein hübsches Duett vorträgt, welches in einem griffigen Refrain gipfelt. </p><p>Ja, mein Statement vom letzten Review lässt sich auch auf das aktuelle Material übertragen. AmongRuins beschreiten sicheren Fußes ihren Weg zwischen Angriffslust und Schwermut. Da auch The Advent Of Chaos wieder in Finnland von Saku Moilanen produziert wurde, lassen sich diese gewissen, "finnischen" Vibes natürlich auch erklären. Die entdeckt man schließlich auch, wenn die Griechen in "Open Wounds" Doom Metal spielen und George Prokopiou (Poem, Mother Of Millions), den man schon auf dem letzten Dreher zu hören bekam, gefühlvollen Klargesang beisteuert. Leider schafft es die Nummer nicht ganz, den Spannungsbogen straff zu halten. Überhaupt lässt das Album zum Ende hin geringfügig nach, was aber auch daran liegen mag, dass die erste Halbzeit bärenstark ausgefallen ist. So setzt der Rausschmeißer "Night Mother" abermals auf getragenen Midtempo-Rhythmik, sucht den Schulterschluss zum gelungenen Auftakt, kann diesen qualitativ aber trotz hinzuaddierten Chören und klar gesungenen Passagen nicht ganz erreichen. </p><p>Dennoch kann Advent Of Chaos meine Erwartungen erfüllen! Genre-Fans, die gerne <a href="http://www.heavyhardes.de/band-563.html">Insomnium</a>, <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2645.html">Omnium Gatherum</a> oder vielleicht auch <a href="http://www.heavyhardes.de/band-363.html">Dark Tranquillity</a> hören, sollten die Lauscher spitzen und AmongRuins im Netz besuchen.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10614.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10614.html</guid> </item><item> <title>Megadeth - Megadeth</title><description><![CDATA[ VÖ: 23. Januar 2026<br />Zeit: 47:14<br />Label: <a href="http://www.spv.de" target="_blank">SPV</a><br />Homepage: <a href="http://www.megadeth.com" target="_blank">www.megadeth.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>50 Millionen verkaufte Alben weltweit, ein Grammy und Platten, die Platin und Doppel-Platin erreicht haben - wenn es nun so kommen soll, dass dies das letzte Megadeth-Album ist, so kann man sagen, dass einer der wirklich großen Big Player das Metal-Business verlässt.</p><p>In solch einem speziellen Fall dürften die Erwartungen seitens der Fans enorm gewesen sein, doch nun hat das Warten ein Ende. Sechs Monate nach seiner Ankündigung ist es da, das vermeintlich letzte Werk von Dave Mustaine, welches kurz und bündig den Bandnamen als Titel trägt. Also nichts wie rein damit in den Schacht, die Playtaste gedrückt und aufgehorcht! "Tipping Point", eine von bislang vier Singles, die im Vorfeld erschienen sind, eröffnet das Geschehen mit prägnantem Riff und entwickelt sich unmittelbar zum rasanten Ohrwurm-Thrasher, der Erinnerungen an Glanztaten der frühen 1990er, also an die Alben Countdown To Extinction und Youthanasia, weckt. "I Don't Care" liefert mit seinem Mix aus Thrash und Punk den nächsten Stoff zum Headbangen und zum Bearbeiten der Luftgitarre. Gleich einem roten Faden sollen sich schwindelerregende und technisch ausgefeilte Gitarrenduelle der Axtschwinger Mustain und Mäntysaari durch alle Songs ziehen. Dafür kennt man Megadeth, dafür liebt man Megadeth. Wie gut sich der finnische <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1706.html">Wintersun</a>-Gitarrist Teemu Mäntysaari in den klassischen Megadeth-Sound integriert, ist allerdings mehr als beachtlich!</p><p>Mit "Puppet Parade", "Another Bad Day" und "I Am War" finden sich auch einige bedächtigere Nummern, in denen Mega-Dave sich tatsächlich anschickt, mit heller Stimme zu singen, anstelle zu sprechen oder knurren. Auch "Obey The Call" startet eher wehmütig-balladesk, ehe zum Ende hin doch die Thrash-Keule geschwungen wird. Ganz anders "Let There Be Shred"! Textlich und musikalisch maximal plakativ gestrickt, kann man hier von der ersten bis zur letzten Note die Mähne kreisen. "The Last Note", der retrospektive Abschiedssong, dürfte manch langjährigem Megadeth-Vasallen eine Gänsehaut über die Glieder ziehen. Spätestens beim letzten Vers "I came, I ruled, now I disappear" sollte es uns dämmern, dass Herr Mustain seine Mission tatsächlich ernst nimmt. </p><p>Wer auf solch ein Vermächtnis blicken kann, wird natürlich niemals wirklich verschwinden, soviel ist mal klar. Als Bonus-Track serviert uns der Rotschopf seine Version von "Ride The Lightning", die er einst gemeinsam mit James Hetfield, Cliff Burton und Lars Ulrich geschrieben hat. Eine versöhnliche Geste nach all den Jahren des Heckmecks rund um seinen Rauswurf bei <a href="http://www.heavyhardes.de/band-671.html">Metallica</a>! </p><p>So endet das Album Megadeth mit klassisch gespieltem Thrash Metal und lieferte auch zuvor manch ein Deja Vu. Hier und dort ließe sich glatt von einem Rückblick auf das eigene Schaffen sprechen, was bei einem Abschiedsalbum auch irgendwie Sinn ergibt. Dabei finden sich im Set etliche Songs mit Hit-Potential, die zwar an unsterbliche Klassiker wie "Synphony Of Destruction", "Peace Sells" oder "A Tout Le Monde" nicht ganz heranreichen, aber zumindest wieder besser und eingängiger klingen als das Gros des Materials der letzten Studioalben. </p><p>Wenn es nun so kommen soll, dass dies tatsächlich das letzte Megadeth-Album ist, so sehe ich meine Erwartungen als erfüllt. Wir alle kennen das Metal-Business und neigen aufgrund diverser Erfahrungen zu der Floskel "Sag niemals nie!". Gerade bei einem Querkopf wie Dave Mustaine sollte man aber doch darauf gefasst sein, dass er sein Ding durchzieht...</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10613.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10613.html</guid> </item><item> <title>In Aeternum - ...Of Death and Fire</title><description><![CDATA[ VÖ: 06. Februar 2026<br />Zeit: 43:28<br />Label: <a href="http://www.soulsellerrecords.com" target="_blank">Soulseller Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.inaeternum.com" target="_blank">www.inaeternum.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Wer um die Jahrtausendwende seinen Metal gerne so deftig wie möglich konsumierte, wird möglicherweise über die schwedische Band In Aeternum gestolpert sein. Das satanische Kollektiv machte zu jener Zeit mit vier Studioalben und einigen EPs auf sich aufmerksam und lieferte mit ihrem Blend aus Black und Death Metal jene landestypische Kost, die schon von Bands wie <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2557.html">Dissection</a>, <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2086.html">Necrophobic</a> oder <a href="http://www.heavyhardes.de/band-709.html">Naglfar</a> salonfähig gemacht worden war. Nach dem letzten Studioalbum Dawn Of A New Aeon wurde es dann allerdings recht ruhig um die Band. Mit größeren Abständen folgten noch zwei EPs und eine Split mit Behemoth, dann verschwanden die Schweden für zehn Jahre von der Bildfläche.</p><p>Immerhin hat das nun vorliegende Comeback namens ...Of Death And Fire dasselbe Line-Up aus David Larsson, Daniel Sahlin und Perra Karlsson aufzuweisen, welches zuletzt auf Dawn Of A New Aeon zu hören war. Dass es sich bei den drei Recken um Überzeugungstäter handelt, demonstriert nach kurzem Intro gleich der Opener "Beneath The Darkened Tomb", in dem bei hohem Tempo geschickt Melodie und musikalische Kompromisslosigkeit aus ein und demselbem Grab gehoben werden. Während "The Day Of Wrath" noch eine zusätzliche Schippe Kohle ins Feuer wirft und die wohl heftigsten Momente des Albums liefert, zeigen "Spirits Of The Dead" und "Goddess Of Abomination", dass es mitnichten wilde Raserei benötigt, um richtig finster und unheilvoll zu klingen. Wenn tonnenschwere Riffs eine beklemmende Stimmung erzeugen, fühlt man sich punktuell glatt ein wenig an <a href="http://www.heavyhardes.de/band-274.html">Behemoth</a> erinnert - womöglich hat die gemeinsame Split-EP, auch wenn sie schon zwölf Jahre zurückliegt, ein wenig auf die Schweden abgefärbt.</p><p>Tempo, Melodie und eine gewisse Hymnik kennzeichnen "Bow To None" und "The Hourglass". Tatsächlich können In Aeternum am besten überzeugen, wenn sie für einen Moment lang vergessen, so böse wie nur möglich klingen zu müssen! Wenn sauber gespielte Gitarrensoli ihren Weg ins Repertoire finden und die Melodie das Ruder übernimmt, macht das Material am meisten Spaß! So wird der finale Longtrack "To Those Who Have Rode On" mit Gastbeitrag von Erik Danielsson (<a href="http://www.heavyhardes.de/band-3847.html">Watain</a>) nach einleitendem Akustikspiel vor der klanglichen Kulisse wehender Winde zum Album-Highlight, wenn In Aeternum zu rockender Midtempo-Rhythmik auch traditionell metallische Elemente einfließen lassen und zum Ende hin dank sphärischer Keyboards eine feierliche Stimmung aufbauen.</p><p>Trotz der Stärken, die man ...Of Death And Fire keinesfalls absprechen kann, hätten dem Album ein paar mehr denkwürdige Momente gutgestanden. Was bleibt ist solide, scharf gewürzte Hausmannskost aus dem nebulösen Grenzland zwischen Death und Black Metal, welche Fans von bereits oben erwähnten Kapellen sicherlich munden wird.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10610.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10610.html</guid> </item><item> <title>Cyclone - Known Unto God (EP)</title><description><![CDATA[ VÖ: 06. Februar 2026<br />Zeit: 20:26<br />Label: <a href="http://www.hho-records.de" target="_blank">High Roller Records</a><br />Homepage: <a href="http://https://www.facebook.com/people/Cyclone-official-bandpage/100063577267482" target="_blank">https://www.facebook.com/people/Cyclone-official-bandpage/100063577267482</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Zugegeben; bisweilen reagiere ich leicht allergisch, wenn Musiker oder Promoter meinen, es reiche als Referenz völlig aus, dass man in den 1980ern mal was veröffentlicht hat. Oft genug hat sich schließlich im Hier und Jetzt quasi nachträglich gezeigt, warum eine Band damals nichts gerissen hat und schließlich über längere Zeit in der Versenkung verschwunden war.</p><p>Nun, diese Skepsis ist im Fall Cyclone tatsächlich und erfreulicherweise nicht berechtigt! Die belgischen Thrasher waren bereits 1981 als Centurion am Start, benannten sich kurz darauf in Cyclone um und brachten nach einigen Demos schließlich 1986 und 1990 zwei Studioalben unters Volk, welche Zeitzeugen und Genre-Liebhabern möglicherweise auch in Erinnerung geblieben sind.</p><p>Nachdem die Band vor einiger Zeit schon begann, live-haftig in Erscheinung zu treten, beinhaltet die EP Known Unto God nun das erste Studiomaterial seit 1990. Ein Comeback also, bei dem man den Namen Re-Union besser nicht in den Mund nehmen sollte. Schließlich ist Sänger Giodo Gevels das einzig verbliebene Mitglied aus dem letzten Line-Up.</p><p>Die rundum erneuerte Band klingt so hungrig, als hätte sie 35 Jahre nichts zu fressen bekommen! Mit "Eliminate" bringen die Belgier sogleich ein amtliches Up-Tempo-Mosh-Monster in Position, dessen Riffs und Lyrics sich schnell in Gedächtnis hämmern. Da trifft früher Bay-Area-Thrash auf messerscharfes Riffing a la <a href="http://www.heavyhardes.de/band-7322.html">Exumer</a> und wird mittels dezenter Westcoast-Hardcore-Einsprengsel auf Aggro gebürstet. Die fette Produktion tut das Übrige, um einem jeden Thrasher ein gefälliges Grinsen ins Gesicht zu zaubern, das er im Grunde auch gar nicht abzulegen braucht. Der Titeltrack schlägt nämlich stilistisch in dieselbe Kerbe wie der Opener, ehe "I Fear Myself" an Fahrt aufnimmt und ein Plus an Melodie ins Spiel bringt. "Nothing Is Real" geht sie Sache schließlich gemächlicher an und liefert eine Extra-Portion an Heavy-Metal-Riffs. Dann noch ein letztes Mal die geballte Thrash-Ladung mit "The Truth Lies" und fertig ist das Lebenszeichen, welches Lust auf mehr macht und durchaus hätte etwas länger ausfallen können. </p><p>Da kann man nur hoffen, dass die Band in ihrer aktuellen Besetzung nun am Ball bleibt. Es wäre doch zu schade, wenn diese hoffnungsvolle Combo gleich wieder von der Bildfläche verschwindet.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10608.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10608.html</guid> </item><item> <title>Kreator - Krushers Of The World</title><description><![CDATA[ VÖ: 16. Januar 2026<br />Zeit: 44:18<br />Label: <a href="http://www.nuclearblast.de" target="_blank">Nuclear Blast</a><br />Homepage: <a href="http://www.kreator-terrorzone.de" target="_blank">www.kreator-terrorzone.de</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>6 von 6 Punkten</p><p>Wann immer Kreator ein neues Album herausbringen, erübrigt sich im betreffenden Jahr zumeist die Frage nach der besten Thrash-Scheibe. Das geht so seit dem 2001er <a href="https://www.heavyhardes.de/review-871.html">Violent Revolution</a> und in aller Regel können da selbst die Big Four aus den Vereinigten Staaten nur schwer dagegen anstinken. Freilich sprechen die Verkaufszahlen eine andere Sprache, aber das mag wohl auch daran liegen, dass die Thrasher aus dem Pott bis heute eine ganze Ecke härter und aggressiver klingen als ihre transatlantischen Kollegen, <a href="http://www.heavyhardes.de/band-854.html">Slayer</a> vielleicht einmal ausgenommen.</p><p>Daran soll sich auch auf Kreators 16. Studioalbum Krushers Of The World nichts ändern. Dessen Opener "Seven Serpents", als erste Single schon eine Weile im Netz zu bestaunen, wird ein jeder Fan längst kennen: ganz große Klasse, wie hier nach melodischem Ohrwurmriff Härte, Melodie und Hymnik verschmolzen werden! So muss der Einstieg in ein neues Album klingen!</p><p>Mit "Satanic Anarchy" demonstrieren Mille & Co, dass sie kein bisschen altersmüde sind und hauen uns bei einer Spielzeit von 3:33 Minuten (Zufall?) einen giftigen Thrash-Brocken mit melodischen Leads und markantem Refrain um die Lauscher, ehe sich der Titeltrack mit extra-schweren Riffs, stampfender Rhythmik und einem Chorus zum Mitsingen geradewegs ins Langzeitgedächtnis spielt. Als stilistischer Grenzgänger inkludiert "Tränenpalast" Death-Grunts von Gastsängerin Britta Görtz (Hiraes) und Gitarrenläufe, die den Schulterschluss zum Melodic Death suchen. Überhaupt lässt das Gitarrenspiel von Mille und Sami auf diesem Dreher kaum Wünsche offen, klingt frisch und verspielt, steckt voller Energie und Einfallsreichtum. Man nehme exemplarisch das famose Solo in "Barbarian" - diese Nummer kann man sich nur für die anstehenden Live-Konzerte als Moshpit-Katalysator wünschen. </p><p>Mit der Lobhudelei ließe sich nun fortfahren, denn Aussetzer wird man auf Krushers Of The World nicht finden. Im Gegensatz zu vielen Genre-Kollegen scheuen Kreator auch den Blick über den Tellerrand und das dezente Experiment mit unterschiedlichen Stilmitteln nicht. So bekommt man in "Psychotic Imperator" endzeitliche Chöre zu hören und im rasanten "Deathcscream" genau das, was der Titel eben verspricht, natürlich abermals von Britta Görtz. Nach orchestralem Intro legt der Rausschmeißer "Loyal To The Grave" den Fokus auf Melodie und lädt, gänzlich im Midtempo arrangiert, ein letztes Mal ein, wahlweise die geballte Faust oder die Pommesgabel gen Himmel zu strecken und in den Refrain mit einzusteigen. </p><p>Das Jahr hat gerade erst begonnen und doch fragt man sich, wer soll da noch hinreichen in den nächsten zwölf Monaten? Die wilden Anfänge Kreators in aller Ehre, aber kompositorisch und musikalisch ist diese Band in den vergangenen 25 Jahren schlichtweg kaum zu toppen, zumindest wenn es um Thrash Metal geht. Im Kopf-an-Kopf-Rennen der letzten sieben Alben überflügelt Krushers Of The World die meisten seiner Vorgänger und stellt sich in eine Reihe mit Glanztaten wie Violent Revolution oder Gods Of Violence. Ein Pflichtkauf also, und zwar bei weitem nicht nur für eingefleischte Fans, sondern im Grunde für alle, die Härte, Aggression und Melodie wie aus einem Guss erleben möchten!</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10612.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10612.html</guid> </item><item> <title>Full House Brew Crew - Glasgow Grin</title><description><![CDATA[ VÖ: 06. Februar 2026<br />Zeit: 34:25<br />Label: <a href="http://www.roar.gr" target="_blank">ROAR! Rock Of Angels Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/fullhousebrewcrew" target="_blank">www.facebook.com/fullhousebrewcrew</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Vageliss Karzis werden viele Metalheads als Gitarrist und Co-Shouter bei der finnischen Band <a href="http://www.heavyhardes.de/band-8449.html">Wolfheart</a> kennen. Weit weniger populär ist jedoch das zweite musikalische Standbein namens Full House Brew Crew, das sich der tätowierte Hüne in seiner griechischen Heimat errichtet hat. Glasgow Grin ist allerdings schon das bislang fünfte Album, welches die Band von ihrer bislang heftigsten Seite zeigen soll.</p><p>Gleich der Opener und Titeltrack erweist sich als beinhartes und kantiges Moshmonster, welches dank seiner Sperrigkeit den Einstieg in das Album nicht gerade einfach macht. Mit den beiden folgenden Nummern "No Gods, No Chains" und "The Tear" bringt die Full House Brew Crew ein wenig skandinavisch klingenden Death Metal mit ins Spiel ihres auf fettem Groove gebauten Metals. Vageliss brüllt ins Mikro als ob es kein Morgen gäbe und überhaupt hauen die Athener mit ihren neuen Songs dermaßen kompromisslos auf den Putz, als wollten sie die Akropolis in ihren Grundfesten erschüttern. Die Melodie bleibt trotz all der Härte natürlich nicht außen vor. Ein feines Gitarrensolo hier, ein kurzer Akustikpart dort - so viel Zeit muss schon sein.</p><p>Bisherige Follower der Band werden sich an dieser Stelle vermutlich schon fragen, wo denn eigentlich der melodische Klargesang bleibt, wie man ihn zuletzt bevorzugt in den Refrains vernehmen konnte. Nun, was das betrifft, muss sich der werte Hörer noch etwas gedulden und außerdem akzeptieren, dass der klassische Song-Aufbau aus Strophe und Refrain auf diesem Dreher nicht überall zu finden ist. Überraschend flott und technisch versiert nimmt die Abrissarbeit mit "The Other Side" an Fahrt auf, ehe es mit "Free Fall" maximal heavy zur Sache geht. Meine Güte, ein Robb Flynn müsste sich vermutlich mit dem Wut-Virus infizieren, um mal wieder so brachial zu klingen, wie sein griechischer Kollege!</p><p>Dann endlich, im sechsten Stück namens "Rain" zum ersten Mal die clean vocals im Refrain! Sie soll man außerdem in "Distant Star" und "Crawling" vernehmen, welche beide neben einem Plus an Melodie auch ein wenig finnische Schwermut transportieren, die Vageliss wohl von seinem letzten Einsatz bei Wolfheart mitgebracht hat. "Reign Of Terror" heizt, seinem Namen gerecht werdend, dann ein letztes Mal den Circle Pit an und nährt die Erkenntnis, dass sich nach diesem Album die Band auch umbenennen könnte in Full Hate Brutal Crew.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10607.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10607.html</guid> </item><item> <title>Paganizer - As Mankind Rots</title><description><![CDATA[ VÖ: 05. Februar 2026<br />Zeit: 39:22<br />Label: <a href="http://www.xtreemmusic.com" target="_blank">Xtreem Music</a><br />Homepage: -<p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Mit ihrem 14. Studioalbum As Mankind Rots schlagen Paganizer gewissermaßen ein neues Kapitel auf. Wurden die letzten vier Dreher noch unter den Fittichen des indischen Labels Transcending Obscurity eingezimmert, hat das schwedische Death-Urgestein nun ins Lager von Xtreem Music gewechselt. Warum das Kollektiv um Workaholic Rogga Johansson nun wieder bei einem relativ kleinen Label gelandet ist, bleibt rätselhaft. Immerhin haben sich Paganizer gerade im Lauf der letzten drei Alben massiv steigern können - <a href="https://www.heavyhardes.de/review-10539.html">Flesh Requiem</a> zählt zu meinen absoluten Death-Metal-Favoriten des Jahres 2024!</p><p>Mit dem Wechsel des Plattenlabels scheinen sich Paganizer außerdem wieder ein Stück weit an ihren rohen und brutalen Wurzeln zu orientieren, klingen im frühen Jahr 2026 allerdings weit besser als in ihren frühen Tagen! So lässt der Opener und Titeltrack "As Mankind Rots" keinen Stein auf dem anderen und pustet einem jeden Untoten mit fetten Riffs und Blastbeats das Fleisch von den Rippen. Das neue Album liefert im Grunde alles, was der Genre-Fan begehrt: Death Metal der guten alten Stockholmer Schule, gespickt mit Crust und dreckig rockenden Passagen, garniert mit morbiden Lyrics, die von Roggas tiefen Growls eindringlich inszeniert werden. </p><p>In diesem Schema liefert "Aftermath Bleeder" fette Gitarrenwände und hymnische Melodik, während sich "A Testament To Madness" als schwerfälliger Doom-Brocken erweist, in dessen Up-Tempo-Passagen sich glatt ein wenig <a href="http://www.heavyhardes.de/band-296.html">Bolt Thrower</a>-Feeling einstellt. Kultig und extra-crustig geht es zwischenzeitlich zu mit dem flott rockenden "Put On Your Gas Mask" inklusive Einsatz einer Luftabwehr-Sirene. Auf ausgiebige Soloarbeit braucht man mit As Mankind Rots nicht zu spekulieren. Die gibt es nämlich nur punktuell und meist recht kurz zu vernehmen, so zum Beispiel, wenn sie dabei hilft, das Blastgewitter in "Afterworld" oder das Riffmonster "One Way To The Grave" zu entschleunigen. Wer wird sich ein schelmisches Grinsen verkneifen können, wenn man an dessen Ende vernimmt, wie mit einer Schaufel Erde bewegt wird?</p><p>Freilich könnte man nun hergehen und sagen: zu viel Old School, zu wenig Innovation, zu vorhersehbar. Aber Leute, das Teil hier kracht vom Anfang bis zum Ende! Wenn die Songs gut gemacht und bravourös umgesetzt sind, lässt sich über solche Kritikpunkte gut und gerne hinwegsehen. Apropos vorhersehbar: im Finale überraschen die Schweden mit dem neu eingespielten "Vanans Makt", wenn Punk Rock mit Melodic Death kollidiert und Ammy Olofsson aka Bulten, Frontfrau bei der schwedischen Punk-Band Lastkaj 14, mit Rogga ins Duett tritt.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10606.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10606.html</guid> </item><item> <title>Udreka - Nieistnienie</title><description><![CDATA[ VÖ: 30. Januar 2026<br />Zeit: 38:43<br />Label: <a href="http://www.godzovwarproductions.bandcamp.com" target="_blank">Godz Ov War Productions</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/udreka" target="_blank">www.facebook.com/udreka</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Es tut sich was im polnischen Untergrund! Nachdem Czart mit KI-generierten Videos und Songs derzeit das Netz aufmischen, geht es die Band Udreka (zum Glück) noch traditionsbewusst an, komponiert und spielt ihre Lieder selbst, wie es eben auch sein soll. Dabei versuchen sich die vier Musiker zunächst rein optisch von den gängigen Klischees einer Black-Metal-Band zu distanzieren. Ihr Schriftzug hat wenig gemeinsam mit einem konventionellen Black-Metal-Logo. Auch die Promo-Fotos entsprechen nicht dem üblichen Gehabe des Genres, zeigen stattdessen vermummte Männer im Jogginganzug mit Macheten vor alten Gebäudefassaden, die mit Graffitis beschmiert sind. </p><p>In musikalischer Hinsicht darf man sich dennoch auf eine geballte Ladung unverfälschten Black Metal freuen, der über große Strecken hinweg vom Treiben der norwegischen Kollegen beeinflusst zu sein scheint. Nach verzweifeltem Schreien startet "Do Bolu" schnell und hektisch ins Geschehen, weckt Erinnerungen an <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1281.html">Mayhem</a> und liefert neben Blastbeats auch allerhand Atmosphäre, wilde Soli, schwere Riffs und unterschiedliche Tempi. Überhaupt spielen die Polen gerne mit unterschiedlichen Stimmungen, lassen Dissonanzen in ihre Songs mit einfließen oder rocken auch mal dreckig drauf los, während sämtliche Lyrics in ihrer Landessprache verfasst werden. </p><p>Mit "Rozklad" folgt auf den wilden Einstieg zwar eine überraschend ruhige, melodische und schwermütige Nummer, doch sollte man sich deswegen nicht in Sicherheit wiegen. Der Titeltrack "Nieistnienie" liefert Up-Tempo nach skandinavischem Vorbild, bleibt vor einer Kulisse aus klirrenden Gitarrenwänden eingängig, kalt und grimmig. Spätestens an dieser Stelle dürfte dem werten Konsumenten das handwerkliche und auch kompositorische Geschick dieser Newcomer aufgefallen sein, die sich zum Glück für eine saubere und kraftvolle Produktion ihres Materials entschieden haben. </p><p>Es soll also spannend bleiben! Auch wenn herausstechendes Hitmaterial nicht zwingend zu entdecken ist, kommen Genrefans mit Nieistnienie auf ihre Kost. Das garantiert allein der beklemmende Rausschmeißer "Swiatlo", der sich über lange acht Minuten hinweg zum Finale hin regelrecht zu verdichten scheint und am Ende noch mit einem Hidden Track aufwartet, der bei unterirdischer Rehearsal-Tonqualität so klingt, als hätten ein paar Zombies ihr letztes bisschen Grips zusammengenommen, um 40 Sekunden lang "Musik" zu spielen... Jetzt wissen wir zumindest, wofür die Macheten gut sind! Die braucht man schließlich, um sich in einer endzeitlichen Welt seinen Weg durch Heerscharen von Untoten zu bahnen!</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10609.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10609.html</guid> </item><item> <title>Total Annihilation - Mountains Of Madness</title><description><![CDATA[ VÖ: 16. Januar 2026<br />Zeit: 40:43<br />Label: <a href="http://www.testimonyrecords.bigcartel.com" target="_blank">Testimony Records</a><br />Homepage: -<p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>H.P. Lovecraft lieferte mit seiner Horror-Novelle At The Mountains Of Madness den Grundstock für das Jubiläumsalbum von Total Annihilation. 20 Jahre ist es nun her, dass die Band in Basel gegründet wurde - fünf Jahre sollte es dann noch bis zu ihrem Debüt 84 dauern, mit dem die Schweizer an der Basis auch etwas an Staub aufwirbeln konnten. Der Link dieses ersten Albumtitels in die glorreichen 1980er funktioniert auch heute noch, jedoch geht das Kollektiv, welches Sänger Daniel Altwegg als einzig verbliebenes Gründungsmitglied vorzuweisen hat, anno 2026 doch um einiges versierter und vielleicht auch melodischer ans Werk als vor 15 Jahren noch.</p><p>Die Grundrezeptur für die totale Vernichtung made in Switzland ist allerdings durch die Jahre hinweg dieselbe geblieben: da wird Old-School-Thrash mit einem ordentlichen Schuss Death Metal abgeschmeckt und am Ende mittels schwarzer Tinte korrekt eingefärbt. Der fertige Blend erinnert an <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2001.html">Venom</a> und frühe <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1458.html">Sodom</a> ebenso, wie an jüngere Kapellen a la <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2062.html">Legion Of The Damned</a>. Es geht also alles andere als zimperlich zu Sache, wie uns gleich der ungezügelte Opener "The Art Of Torture" zu spüren gibt. Melodische Leads lassen innerhalb der der wilden Raserei aufhorchen und -atmen. Ihnen soll man im verlauf von Mountains Of Madness immer wieder begegnet, was die Zugänglichkeit des Materials doch ordentlich nach oben schraubt. Zwar fühlen sich Total Annihilation im Up-Tempo am wohlsten, doch wissen sie auch in gedrosselter Taktung zu überzeugen. Das stampfende "Chokehold" sei all jenen als Anspieltipp gegeben, denen Groove und Eindringlichkeit mehr am Herzen liegen als dauerhafte Raserei. </p><p>Die Balance zwischen Tempo und Atmosphäre findet mit "Nyctophobia" einer der stärksten Albumtracks im Mittelfeld, den ein jeder Kuttenträger mit Faible für die gute alte Zeit schon aufgrund seiner kultigen Riffarbeit einfach liebhaben muss. Die vielen Referenzen zu den Klassikern der 80er führen natürlich zwangsläufig dazu, dass Mountains Of Madness ein wenig vorhersehbar wird. Für eine Überraschung sorgen da weniger die beiden grindigen Gewaltexzesse "Illusion" und "Lost Forever" mit zehn bzw. 37 Sekunden Spielzeit, als vielmehr das unheilvoll-atmosphärische Tasteninstrument am Anfang und am Ende von "Invisible Conflagration", welches gekonnt mit <a href="http://www.heavyhardes.de/band-854.html">Slayer</a>'scher Riffarbeit verschmilzt und dem geneigten Konsumenten eine wohlige Gänsehaut über die Glieder zieht.</p><p>Auf Mountains Of Madness wird die Thrash-Keule natürlich nicht neu gedrechselt, man darf davon ausgehen, dass die angepeilte Klientel derartige Erwartung auch gar nicht erst hegt. Wer auf gut gemachten Thrash der alten Schule mit garstig herausgespuckten Vocals, unterkühlten Riffs und mächtig böser Aura steht, der kann mit Total Annihilation nicht allzu viel verkehrt machen.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10605.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10605.html</guid> </item><item> <title>Blood Red Throne - Siltskin</title><description><![CDATA[ VÖ: 05. Dezember 2025<br />Zeit: 45:27<br />Label: <a href="http://www.soulsellerrecords.com" target="_blank">Soulseller Records</a><br />Homepage: -<p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Fast ein Vierteljahrhundert lang bescheren uns die norwegischen Blood Red Throne nun schon ein Album nach dem nächsten, zumeist im Zwei-Jahres-Takt. So ist Stiltskin, der aktuelle Dreher, das bereits zwölfte Studioalbum einer Band, die in den letzten Jahren kaum etwas ausgelassen hat und nicht nur für diverse namhafte Festivals oder als Support populärer Kollegen engagiert wurde, sondern auch schon in Südamerika und bei der 70.000 Tons Of Metal ihr Können unter Beweis stellte. Das Erfolgsrezept der Band: im breit aufgestellten Genre des Death Metals scheinen diese Burschen eine Art goldenen Mittelweg für sich gefunden zu haben. Ihre Songs sind technisch anspruchsvoll, besitzen aber zu viel Eingängigkeit und Spielfluss um als reine Tech-Death-Kapelle durchzugehen. Das Material ist melodisch, aber unterm Strich eben doch zu bissig und brutal, um als Melodic Death abgestempelt zu werden. Stattdessen liefern Blood Red Throne ein bisschen von allem, was der Boandlkramer im Sortiment hat, und damit fahren sie ganz gut, wie Stiltskin uns vor Ohren führt.</p><p>Gleich der Opener "Scraping Out The Cartilage" liefert mit seinen fetten Riffs und einem unwiderstehlichen Moshpit-Groove so ziemlich alles, was sich das verrottende Metal-Herz nur wünschen kann. Ein bravouröser Auftakt, den das Gros der folgenden Songs aber nicht so recht zu toppen versteht! Starke Momente erleben wir beispielsweise in den treibenden Nummern "Husk In The Grain" oder "Vestigial Remnants". Die Gesamtheit aller Songs betrachtend, scheinen bemerkenswerte Riffs und Solo-Parts oder technische Kunstgriffchen allerdings in einer gewissen Gleichförmigkeit des Albums zu verschwimmen. Lediglich der Rausschmeißer "Marrow Of The Earth" scheint dieses Raster zu durchbrechen, startet atmosphärisch mit Riffs, die <a href="http://www.heavyhardes.de/band-854.html">Slayer</a>'sches Unheil vermitteln, und ist in seinen Up-Tempo-Passagen überhaupt erfreulich thrashlastig ausgefallen. So ist der Stiltskin am Anfang und am Ende seines Treibens am effektivsten. Dazwischen darf man sich auf bewährtes und durch die Bank gutes, aber eben nicht spektakuläres Material freuen. Wer den Norwegern zuletzt die Treue hielt, kann bei Stiltskin im Grunde bedenkenlos zugreifen.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10604.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10604.html</guid> </item><item> <title>Agnostic Front - Echoes In Eternity</title><description><![CDATA[ VÖ: 07. November 2025<br />Zeit: 27:27<br />Label: <a href="http://www.reigningphoenixmusic.com" target="_blank">Reigning Phoenix Music</a><br />Homepage: <a href="http://www.agnosticfront.com" target="_blank">www.agnosticfront.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>In einer Welt, die sich immer schneller dreht, kann Beständigkeit ein Anker sein. Beständigkeit und Verlässlichkeit sind zwei Eigenschaften, die sich zweifelsfrei auf Agnostic Front anwenden lassen. Seit 1982 weiß man im Grunde, was man von den New Yorker Hardcore-Pionieren zu erwarten hat, die Vorfreude der Fans ist deswegen aber kein bisschen geringer, wenn ein neues Album in die Regale kommt. Dabei ist es alles andere als selbstverständlich, über eine solch lange Zeit hinweg relevant zu bleiben. Agnostic Front schaffen das jedoch mit spielerischer Leichtigkeit, wie der neueste Output Echoes In Eternity unter Beweis stellt!</p><p>Ohne großartiges Vorgeplänkel geht der Fünfer mit "Way Of War" in die Vollen und demonstriert, dass fortgeschrittenes Alter kein Hindernis für Leidenschaft und pure Energie sein muss! Man braucht nur kurz die Augen zu schließen und kann sehen, wie diese Nummer aber auch weitere Riffmonster, etwa "Turn Up The Volume" oder "Obey", einen jeden Moshpit zum Brodeln bringen werden. Agnostic Front steht für Hardcore, Agnostic Front steht aber ebenso für Metal! So schleichen sich immer wieder feine Gitarrensoli in das hitzige Material und "Tears For Everyone" liefert im Grunde nichts anderes als lupenreinen Thrash!</p><p>Für ihre Affinität zum Punkrock sind die New Yorker ebenfalls bekannt und haben mit "Sunday Matinee" und "Skip The Trail" zwei coole Nummern im Gepäck, die auch diese Erwartung an das neue Album erfüllen. Was Agnostic Front auf Echoes In Eternity, übrigens der 13. Dreher seit ihrer Gründung, abliefern ist einfach nur ansteckend, strotzt vor Kraft und Testosteron und dürfte selbst den hartnäckigsten Spargeltarzan dazu animieren, in die nächstbeste Muckibude zu rennen und ein paar Gewichte aufzulegen. Glatt ertappt man sich bei dem Wunsch, die einzelnen Songs würden ein wenig länger dauern als die maximalen 2:30 Minuten. Aber die kurzen Spielzeiten gehören bei Agnostic Front eben genauso dazu, wie die omnipräsente Aggro-Attitüde ihrer Songs. Drum muss sich auch Hip-Hop-Legende Darryl "DMC" McDaniels beeilen, um "Matter Of Live And Death" in ein amtlich groovendes Crossover zu verwandeln.</p><p>Der Einfluss von Agnostic Front auf die Hardcore-Szene ist unbestritten. Längst hat sich das New Yorker Kollektiv selbst ein Denkmal gesetzt und so lässt sich auch der aktuelle Albumtitel problemlos auf die Band selbst beziehen. Mit ihrer Entschlossenheit und unbändigen Spielfreude ist Agnostic Front ein Echo in der Ewigkeit!</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10602.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10602.html</guid> </item><item> <title>Ronnie Romero - Backbone</title><description><![CDATA[ VÖ: 24. Oktober 2025<br />Zeit: 39:51<br />Label: <a href="http://www.frontiers.it" target="_blank">Frontiers Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/ronnieromeroofficial" target="_blank">www.facebook.com/ronnieromeroofficial</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Backbone ist nun also das zweite Soloalbum von Ronnie Romero. Nachdem er bereits mit dem Vorgänger <a href="https://www.heavyhardes.de/review-10498.html">Too Many Lies, Too Many Masters</a> die Phase einer reinen Cover-Band hinter sich gelassen hat, gibt es auch auf Backbone zehn Eigenkompositionen zu hören. </p><p>An erster Stelle steht sogleich der Titeltrack, der es sehr gut versteht, sich mit geruhsamer Taktung ins Gedächtnis zu spielen. Das klangliche Mikro-Universum von Namensvetter Ronnie James <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1234.html">Dio</a> kann Romero auch auf diesem Album nicht gänzlich hinter sich lassen. So schielen Dio, <a href="http://www.heavyhardes.de/band-4121.html">Black Sabbath</a> und <a href="http://www.heavyhardes.de/band-5969.html">Rainbow</a> nicht nur in "Backbone" um die Ecke, sondern haben auch an anderen Stellen ihre Spuren im Sound des Albums hinterlassen. Grundsätzlich ersteht zwar doch das Gefühl, dass die Band um den umtriebigen Ausnahmesänger nach einer eigenen Identität strebt, das Vorhaben erweist sich jedoch als ganz schön kniffelig. Schließlich kann Ronnie Romero seinen Hang zum Sound der 1970er und 80er einfach nicht übertünchen. Der ist und bleibt vermutlich auch das Steckenpferd bzw. das Rückgrat des Musikers. Daher wundert es nicht weiter, wenn das eine oder andere Gitarren- oder Keyboard-Riff gewisse Erinnerungen weckt.</p><p>Davon abgesehen liefert die Band solides Songwriting und lässt auch in Sachen handwerklicher Umsetzung erwartungsgemäß nichts anbrennen. Über Ronnies außergewöhnliches stimmliches Talent braucht an dieser Stelle wohl ohnehin kein Wort mehr verloren werden. Dass Backbone am Ende nicht ganz so gut zünden will wie sein Vorgänger, liegt möglicherweise daran, dass die meisten Nummern im selben, eher gemächlichen Rhythmus gefangen sind. Neben vielen balladesken Momenten auf Backbone schaffen es "Lonely World" oder "Eternally" mit dezent gesteigertem Tempo, ein wenig Würze in die Angelegenheit bringen. Die pure Energie und Angriffslust, die das kitschige Fantasy-Cover vermitteln mag, kann jedoch bestenfalls der Rausschmeißer "Black Dog" transportieren.</p><p>Etwas mehr Drive, dafür etwas weniger AOR und Wehmut hätten Backbone vermutlich ganz gutgetan. Was bleibt ist ein anständiges und unterhaltsames Rockalbum, das Fans von bereits genannten Kapellen, von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-4095.html">Deep Purple</a> und <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1374.html">Whitesnake</a> oder eben von Ronnie Romero per se empfohlen werden kann.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10601.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10601.html</guid> </item><item> <title>Burning Death - Burning Death</title><description><![CDATA[ VÖ: 05. Dezember 2025<br />Zeit: 29:58<br />Label: <a href="http://www.caligarirecords.com" target="_blank">Caligari Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.burningdeath.bandcamp.com/album/burning-death" target="_blank">www.burningdeath.bandcamp.com/album/burning-death</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Es leben die 80er! Ganz ohne Intro, ganz ohne Vorwarnung bomben uns Burning Death zurück in eine Zeit, als der Thrash Metal noch in seinen Kinderschuhen steckte und jene Bands, die heute zu den Matadoren des Genres zählen, mit aller Gewalt versuchten, so heavy und evil wie nur irgendwie möglich zu klingen. Ob frühe <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1458.html">Sodom</a>, <a href="http://www.heavyhardes.de/band-610.html">Kreator</a> oder <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2001.html">Venom</a>, mit solchen Referenzen im Gepäck schicken sich Burning Death an, ihr selbstbetiteltes Debüt als Lehrstück in Sachen Blackened Thrash Metal in die Annalen eingehen zu lassen. So teutonisch ein Gros der Songs auch rüberkommen mag, Burning Death stammen - man höre und staune - aus Nashville, Tennessee. Also nicht wundern, wenn hier und dort auch US-Kollegen, allen voran natürlich <a href="http://www.heavyhardes.de/band-854.html">Slayer</a>, ein paar Spuren im Riff-Repertoire des wütenden Trios hinterlassen haben.</p><p>Apropos Riffs: die gibt es auf diesem Album zuhauf! Natürlich stets zu 100% old school und meistens in atemberaubender Geschwindigkeit vorgetragen. Da braucht man sich nur den Opener "Genocidal Litany" oder das wahrhaft infernale "Vengeance Of The Inferno" reinziehen und wird sich fragen, wie oft sich diese Burschen bei den Proben schon die Finger verknotet haben. Schwankungen in Sachen Geschwindigkeit sind auf ihrem Debüt eher marginal. Es herrscht Kompromisslosigkeit, die von Frontmann, Klampfer und Bassist Ethan Rock dank seiner gehässigen Vocals und der satanisch hohen Screams noch unterstrichen wird. Wenn man nicht zu weit in der Vergangenheit kramen möchte, ließen sich schon aufgrund dieser radikalen Ausdrucksweise auch etwas jüngere Bands wie <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1688.html">Desaster</a>, <a href="http://www.heavyhardes.de/band-7123.html">Deströyer 666</a> oder <a href="http://www.heavyhardes.de/band-8736.html">Deathhammer</a> verlinken. </p><p>Wo viele ähnlich geerdete Nachwuchskapellen dieser Zunft klingen, als hätten sie bei den Aufnahmen versehentlich ein verschwitztes T-Shirt über dem Raum-Mikro hängen lassen, fahren Burning Death eine grobe, aber eben doch druckvolle Produktion auf. Das fördert die Durchschlagskraft der acht Hassbrocken und lenkt zumindest ein wenig davon ab, dass dem Album, all seiner Konsequenz zum Trotz, ein klitzekleines Plus an Abwechslung am Ende doch ganz gut gestanden hätte...</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10603.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10603.html</guid> </item><item> <title>Defecto - Echoes Of Isolation</title><description><![CDATA[ VÖ: 31. Oktober 2025<br />Zeit: 42:05<br />Label: <a href="http://www.frontiers.it" target="_blank">Frontiers Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.defecto.dk" target="_blank">www.defecto.dk</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Wer die aufstrebende Band Defecto ins Herz geschlossen hat, musste sich zuletzt in Geduld üben. Schließlich liegt das letzte Album <a href="https://www.heavyhardes.de/review-10276.html">Duality</a> nun auch schon wieder fünf Jahre zurück. Wie nicht anders zu erwarten, wird der geneigte Hörer auf Echoes Of Isolation jedoch fürstlich für seine Beharrlichkeit entlohnt.</p><p>Das mittlerweile vierte Studioalbum der dänischen Metaller um Frontmann Nicklas Sonne verfolgt ein Konzept über die Vertonung der dunklen Seiten der menschlichen Psyche und befasst sich mit Themen wie Schlaflosigkeit, Paranoia, Schizophrenie und Traumata. So finster und abstrakt, wie sich das nun anhören mag, sind die einzelnen Songs allerdings nicht geworden.</p><p>Der Einstieg erweist sich als etwas unglücklich: das knapp zweiminütige Instrumentalstück "The Unraveling" ist für ein Intro zu lange, für einen regulären Track allerdings zu kurz. Nicht weiter schlimm, denn sogleich fahren die Dänen richtig schwere Geschütze auf, wenn sie sich als meisterhafte Grenzgänger zwischen Melodic Death, Thrash, Progressive und Power Metal ausweisen.</p><p>"Eternal Descent" besticht durch seine High-Energy-Performance und schneidiges Melo-Death-Riffing, welches auf vertrackte Gitarrenparts trifft. Noch einen Tick vehementer vorgetragen, erweist sich das folgende "Sacred Alignment" mit seinen rasiermesserscharfen Riffs als astreiner Thrasher mit grandiosem Refrain und einem schwindelerregenden, von klassischer Musik beeinflussten Soloteil. Eine tragende Rolle soll dabei einmal mehr die außergewöhnliche Gesangsleitung von Goldkehlchen Nicklas spielen, der eben nicht nur wunderbar singen, sondern auch richtig böse grunzen und schreien kann. Wie viel Melodie und Gefühl er in seine Stimme stecken kann, zeigt er uns sogleich in "Eclipsed By The Void", einem Prog-Song wie aus dem Lehrbuch mit quirligen Gitarrenläufen, hübschen Keyboards und einem beinahe infektiösen Ohrwurm-Refrain! </p><p>Man merkt schon, Defecto legen sich nicht fest, sondern bauen Brücken zwischen unterschiedlichen Subgenres und entwickeln dabei einen ganz eigenen Sound, der immer wieder für Überraschungen zu haben ist. Drum darf man im Folgenden mit einem fast schon poppig-eingängigen Rocksong wie "Heart On Fire" ebenso rechnen, wie mit einem deftigen Groover a la "Through Cloak And Bones", der den Fokus auf fette Gitarren und Shouts in Death-Metal-Manier legt. Schließlich erweist sich der finale Titeltrack mit seinen knapp zehn Minuten Spielzeit als wahrer Twister, der zunächst als gefühlvolle, aber keinesfalls pathetische Ballade beginnt, dann aber nach vier Minuten plötzlich Fahrt aufnimmt und sich zu einer progressiven, opulent inszenierten Metalhymne erhebt, ehe er das Album mit sanften Piano-Noten ausklingen lässt. Dieser Facettenreichtum steht gewissermaßen ein letztes Mal repräsentativ für das gesamte Album, welches immer neue Details entdecken lässt und nicht langweilig zu werden droht. Das ist auch gut so. Denn wer weiß, wie lange wir uns für neues Futter nun wieder gedulden müssen.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10599.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10599.html</guid> </item><item> <title>Biohazard - Divided We Fall</title><description><![CDATA[ VÖ: 17. Oktober 2025<br />Zeit: 38:15<br />Label: <a href="http://www.blkiiblk.com" target="_blank">BLKIIBLK</a><br />Homepage: <a href="http://www.biohazard.com" target="_blank">www.biohazard.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Lange dreizehn Jahre liegt das letzte Biohazard-Album <a href="https://www.heavyhardes.de/review-8262.html">Reborn In Defiance</a> nun zurück. Dass die Brooklyner Hardcore-Legende in dieser Dekade der Abstinenz keinesfalls verlernt hat, wie man ordentlichen Krach fabriziert, dafür steht das neue Werk Divided We Fall, mit dem die Band keinen Stein auf dem anderen lässt.</p><p>Ein paar bedrohliche Riffs, geflüsterte Verse und schon donnert "F**ck The System" mit maximaler und überraschend metallischer Wucht aus den Boxen! Freilich kann man sich darüber wundern, dass die Band in ihrer Originalbesetzung so eine plump artikulierte Provokation, wie sie in Punk und Hardcore-Kreisen doch längst nichts Originelles mehr ist, gleich an erster Stelle platziert. Die Jungs haben es doch eigentlich nicht nötig! Das ist aber schon das Einzige, was mir an Kritik an dieser Stelle einfallen will. </p><p>Divided We Fall ist an Atmosphäre, Intensität und purem, Ton gewordenem Testosteron kaum zu toppen! Wo das Brooklyner Kollektiv in gewohnter Manier Hardcore, Punk, Metal und Rap verwurstet, fällt doch auf, dass der metallische Anteil ein Gros der Songs dominiert und Rap bzw. Hip-Hop-Elemente eher spärlich platziert wurden. Tatsächlich fällt das Material streckenweise derart thrashig aus, dass Fans von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-854.html">Slayer</a> vor Freude glatt im Kreis springen dürften. Hierzu bitte einfach mal den Videoclip zu "Eyes On Six" anspielen und diese Einschätzung bestätigen! Vielleicht hat das auch damit zu tun, dass Matt Hyde an den Reglern saß, der ja bereits für Slayer und Bands wie <a href="http://www.heavyhardes.de/band-520.html">Hatebreed</a> und <a href="http://www.heavyhardes.de/band-644.html">Machine Head</a> tätig war.</p><p>Wenn Biohazard in die Vollen gehen, etwa mit "Forsaken", "World To The Wise" oder "Tear Down The Wall", dann spürt man förmlich, wie verschwitzte Oberkörper im Circle Pit aufeinanderprallen. Groove und Tempo reichen sich die Klinke in die Hand, während sich Billy und Evan die Vocals so lässig und dynamisch zuspielen, als hätten sie die letzten dreizehn Jahre in ihrer Freizeit nicht anderes gemacht. </p><p>Natürlich können Biohazard auch anders! "Death Of Me" ist eine tonnenschwere Riffwalze, die sich in gedrosseltem Tempo ihren Weg bahnt. "Fight To Be Free" spielt dagegen mit unterschiedlichen Speedmodi, liefert gerappte Verse, punktet dann aber ebenso mit Gangshouts und einem feinen Metal-Solo, womit die Band demonstriert, wie sie innerhalb von vier Minuten ganz unterschiedliche Styles ganz mühelos unter ein Cappy bringt. Beinahe hymnische dann das Finale mit "Warriors" und fertig ist das bravouröse Come-Back, mit dem Biohazard ganz unmissverständlich klarstellen, wer hier der Boss im Ring ist!</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10598.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10598.html</guid> </item><item> <title>Stillbirth - Survival Protocol</title><description><![CDATA[ VÖ: 31. Oktober 2025<br />Zeit: 35:37<br />Label: <a href="http://www.reigningphoenixmusic.com" target="_blank">Reigning Phoenix Music</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/StillbirthParty" target="_blank">www.facebook.com/StillbirthParty</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Mit einer Totgeburt hat das mittlerweile neunte Studioalbum der Band Stillbirth bei Leibe nichts gemeinsam, noch nicht einmal im übertragenen Sinn! Schließlich verfolgen die Hagener Musikanten mit Survival Protocol wie es aussieht das Ziel, so laut, chaotisch und kompromisslos wie nur irgendwie möglich zu klingen. Und was wäre dafür wohl besser geeignet als der bandtypische Mix aus Tech-Death und Grindcore?</p><p>Gleich der Opener "Existence Erased" definiert die Marschrichtung der insgesamt neun Kompositionen, wenn er mördermäßigen Groove mit abgefahrenen Blast-Attacken kollidieren lässt. Ein kurzes Intermezzo von der Akustikklampfe, welches für einen Augenblick karibische Strand-Idylle suggeriert, und ab geht die Post aufs Neue. Das Protokoll will schließlich eingehalten werden! Dank einer mächtigen Produktion schlagen die Drums tiefe Krater, während die Gitarren alles im Weg stehende kurz und klein schreddern. Dennoch spielt der Faktor Melodie inmitten dieser wütenden Inszenierung eine nicht unbedeutende Rolle, wie sogleich die treibende Nummer "Trapped In Darkness" nach sphärischem Keyboard-Intro beweisen soll. Hier keimt doch tatsächlich so etwas wie eingängiger Spielfluss auf! </p><p>Zum Ausgleich liefert "Throne Of Bones" eine Extra-Portion Technik auf höchstem spielerischen Niveau. Doch soll an dieser Stelle bei all der Lobhudelei über den instrumentalen Teil des Albums nicht verschwiegen werden, dass die Vocals von Frontmann Lukas eine mindestens so gewichtige Rolle für den Sound von Stillbirth spielen. Zwischen ultratiefen Growls und fiesen Screams deckt dieser Bursche die gesamte Palette abartiger, wenn nicht sogar außerirdisch klingender gutturaler Laute ab, widerwärtige Pigsqueals in allen erdenklichen Höhenlagen natürlich inkludiert. "Cult Of The Green" sei all jenen als Anspieltipp gegeben, welchen die verbalen Exzesse nicht extrem genug klingen können. Dass es Stillbirth auf der anderen Seite ganz vorzüglich verstehen, ihrem eigenen Chaos auch gewisse Grenzen aufzuzeigen, belegt der Song "Baptized In Blood", der mit akustischen Latino-Klängen ins Geschehen startet und obendrein noch zwei sauber gespielte Gitarrensoli im Gepäck hat.</p><p>Es sind diese gezielt platzierten Einsprengsel, so auch im Rausschmeißer "Kill To Rule", welche Verschnaufpausen bieten, Melodie, aber auch Humor vermitteln und Survival Protocol zu einer kurzweiligen und unterhaltsamen Angelegenheit machen. Wir erleben Sitllbirth auf dem Höhepunkt ihres bisherigen Schaffens, wenn sie immer wieder über den Tellerrand blicken und somit ihren Death-Grind beinahe schon salonfähig machen, ohne dabei an Brutalität und Intensität einzubüßen.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10596.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10596.html</guid> </item><item> <title>Werewolves - The Ugliest Of All</title><description><![CDATA[ VÖ: 17. Oktober 2025<br />Zeit: 32:24<br />Label: <a href="http://www.backonblack.com" target="_blank">Back On Black</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/werewolvesinhell" target="_blank">www.facebook.com/werewolvesinhell</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Zehn Alben in zehn aufeinander folgenden Jahren veröffentlichen - das ist die ehrgeizige Agenda der australischen Death-Metal-Band Werewolves. Da mag nun mach ein chronischer Unkenrufer den Finger heben und mit belehrender Gewissheit die Prophezeihung machen, dass solch ein Unterfangen am Ende doch nur auf Kosten der Qualität durchgezogen werden kann. Wie? Du siehst das ganz genauso? Nun, dann geh schon mal in Deckung, denn die Werewolves hauen mit ihrem sechsten Streich einem jeden Skeptiker gleich neunmal voll eines auf die Fresse!</p><p>Hat man den ersten Durchlauf dieser Ton gewordenen Verwüstung erst überstanden, kann man nur attestieren, dass Songtitel wie "Skullbattering" oder "Slaves To The Blast" nicht aus der Luft gegriffen sind, sondern tatsächlich Sinn ergeben. Zwischen brachialem Moshpit-Groove liefert The Ugliest Of All nämlich vor allem eines, und zwar eine Blastattacke nach der anderen. Der Death Metal der Australier ist technisch versiert aber eben nicht vertrackt und enthält neben allen genretypischen Zutaten auch thrashiges Riffing und grindiges Chaos. Wenn sich bei Highspeed dann der ultratiefe Gutturalgesang und das gehässige Keifen von Frontmann Sam Bean quasi die Klinke in die Hand geben, wird ein jeder Death-Lunatic vor Freude zu zappeln beginnen, sich die Luftgitarre schnappen und den Ventilator anwerfen. Einzelne Songs hervorzuheben ist in dieser Orgie der Zerstörung, die immer wieder durch Sprachsamples ergänzt wird, im Grunde müßig, was schließlich den wohl einzigen akzeptablen Kritikpunkt liefert. </p><p>Neben der Tatsache, dass die Werewolves das Rad zu keine Sekunde neu erfinden, fehlt es dem Material am Ende ein wenig an Abwechslung und markanten Momenten. Diese Manko kann durch die allgegenwärtig spürbare Energie und die unerschütterliche Inbrunst des Materials allerdings recht gut ausgeglichen werden. Good on ya! Fans von Bands wie <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2322.html">Sinister</a>, <a href="http://www.heavyhardes.de/band-710.html">Napalm Death</a> oder <a href="http://www.heavyhardes.de/band-649.html">Malevolent Creation</a> können The Ugliest Of All gerne ihr Gehör schenken und mögen selbst urteilen.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10592.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10592.html</guid> </item><item> <title>Danko Jones - Leo Rising</title><description><![CDATA[ VÖ: 21. 2025<br />Zeit: 37:58<br />Label: <a href="http://www.warnermusic.de" target="_blank">Warner Music</a><br />Homepage: <a href="http://www.dankojones.com" target="_blank">www.dankojones.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Von Danko Jones braucht man im Grunde weder großartige Überraschungen noch Enttäuschungen zu befürchten. Das gilt gilt natürlich auch für das mittlerweile zwölfte Studioalbum Leo Rising. Das legt mit der großkalibrigen Rockhymne "What You Need" sogleich einen nahezu perfekten Start hin, der uns vor Augen hält, dass die drei Kanadier nach wie vor wissen, wie man die Audienz in ihren Bann zieht. Auf das kernige "Diamonds In The Rough" mit einem Gitarrenbeitrag von Mary Friedman folgt mit "Everday Is Saturday Night" der ultimative Partyrocker, der sich problemlos mit vergangenen Hits wie "My Little RnR" in eine Reihe stellen kann.</p><p>Das kaum weniger eingängige "I Love It Louder" entpuppt sich rasch als gut gelaunte Hommage an Punkrock-Legenden wie die Sex Pistols. Gut gebrüllt Leo! Was Danko Jones und seine Kollegen bis hier hin aufgefahren haben, ist großes Rockkino! </p><p>Ein ganz eigenes Retro-Feeling vermittelt "I'm Going Blind", in dem sich zu lässigem Rhythmus ein Deju-Vu an das andere zu reihen scheint und man sich zweitweise die Frage stellt, ob es sich hier wohl um ein CCR-Cover handelt. "Hot Fox" kommt da schon eine ganze Ecke härter und kantiger um die Ecke, läutet nach dem bravourösen Auftakt aber gleichzeitig auch die B-Seite des Albums ein. Soll heißen: ab hier wird man mit gutklassigem Hardrock beschallt, der an die ersten fünf Nummern aber nicht mehr so recht heranreichen mag. Bestens unterhalten wird man natürlich auch weiterhin, mal mit Groove, mal mit Speed, mal eher punkig, mal eher rockig. Da schafft es das schleppende "Pretty Stuff" noch am schnellsten, sich ins Gedächtnis zu rocken, während weitere Nummern wie, "Gotta Let It Go" und "I Can't Stop" dank bewährter Riffarbeit ein wenig wie Stangenware rüberkommen. </p><p>Auch wenn dem Dreher mit fortschreitender Spielzeit die Luft auszugehen scheint, ist am Ende trotzdem alles gut, denn schließlich wussten wir von vornherein: von Danko Jones braucht man eben weder Überraschungen noch Enttäuschungen zu befürchten!</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10600.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10600.html</guid> </item><item> <title>Havamal - Age Of The Gods</title><description><![CDATA[ VÖ: 21. November 2025<br />Zeit: 45:20<br />Label: <a href="http://www.artgatesrecords.com" target="_blank">Art Gates Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.havamalband.com" target="_blank">www.havamalband.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Der Name verpflichtet! Wenn man sich als Band nach einer altnordischen Gedichtesammlung benennt, liegt es wohl auf der Hand, dass sich auch die eigenen Lieder mit der Folklore und der Mythologie des hohen Nordens befassen. Dass sich auf Age Of The Gods, dem dritten Album der schwedischen Band Havamal, also Titel wie "Sigmund Fafnirsbane" oder "Lokis Damnation" finden, wird wohl niemanden überraschen.</p><p>Havamal inszenieren diese Thematik auf gekonnte Weise, wenn sie feierliche Riffs, epische Synthesizer und schwermetallische Gitarrensoli auf den typisch kehligen Gesang einer Melodic-Death-Combo treffen lassen. Trotz der teils orchestralen Arrangements vermeiden die Musiker aber den Eindruck von zu viel Pathos oder eines romantisierenden Blicks auf das Treiben ihrer Ahnen. Die finnischen Kollegen von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-444.html">Ensiferum</a> ließen sich wohl am ehesten als Referenz für das Gebotene heranziehen.</p><p>Wo Havamal zumeist im Laufschritt das Schlachtfeld queren, bieten "The Day Of Reckoning" oder "Hymns Of The Fallen" in gedrosselter Taktung kurze Verschnaufpausen. Das gesamte Album erinnert ein wenig an einen sorgsam choreografierten Schwertkampf als Teil eines opulenten, cineastischen Abenteuers. Allerdings kennt man solche Szenen bereits zuhauf aus anderen Filmen und am Ende ist das Gebotene einfach nicht blutig oder brutal genug, um nachhaltig beeindrucken zu können. Was bleibt ist in höchstem Maße unterhaltsames und gut gemachtes Popcorn-Klangkino, das bei einem jeden Hobby-Wikinger auf offene Portale stoßen wird. Ein paar mehr Scharten in der Klinge hätten diesem Langeisen sicherlich gutgestanden, aber darüber lässt sich gut und gerne hinwegsehen.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10597.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10597.html</guid> </item><item> <title>Eisregen - Krebskolonie</title><description><![CDATA[ VÖ: 26. September 2025<br />Zeit: CD1 53:17 - CD2 26:55<br />Label: <a href="http://www.massacre-records.de" target="_blank">Massacre Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.fleischhaus.de" target="_blank">www.fleischhaus.de</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>Ohne Wertung</p><p>1998. Black und Death Metal stehen in voller Blüte. Auch hierzulande drängen immer mehr Alben hiesiger Bands in die Verkaufsregale. Eines davon ist Krebskolonie der thüringischen Band Eisregen, die kurz zuvor, im selben Jahr noch, ihr ruppiges Debüt Zerfall präsentiert hatten.</p><p>Auf ihrem Zweitwerk sollten die Musiker um Frontmann Michael "Blutkehle" Roth ihren Stil verfeinern und schafften es in zweierlei Hinsicht, aus der grauen Masse herauszutreten: Zum einen war da der konsequente Einsatz von Piano und Violine, welcher das Liedgut von den skandinavischen Kollegen distanzierte und teils sogar in Richtung Gothic Metal rückte. Zum anderen waren da die bizarren, blutrünstigen und befremdenden Texte, auf poetische Weise ausschließlich in deutscher Sprache vorgetragen, welche sich bis heute als Alleinstellungsmerkmal festmachen lassen. An einigen Stellen waren die Blutfantasien der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz allerdings zu viel des Guten bzw. Bösen und Krebskolonie landete auf dem Index. </p><p>Ein gutes Vierteljahrhundert später ist es einem kleinen Zugeständnis zu verdanken, dass Krebskolonie ein zweites Mal das Licht der Welt erblicken darf und zum 30-jährigen Bandbestehen in überarbeiteter Form den Fans zugänglich gemacht wird. Der umstrittene Song "Futter Für die Schweine" wurde hierzu textlich entschärft, das Material klanglich von Andy Classen überarbeitet und schlussendlich von Svartir Andar Graphix auch optisch neugestaltet. </p><p>Aber wie erlebt man die Krebskolonie nach all den Jahren im Exil? Nun, dieses Album ist gut gealtert! Das mag daran liegen, dass es das stilistische Fundament für all die folgenden Eisregen-Releases legte und die Band wie kaum eine andere durch die Jahre hinweg aktiv blieb. Krebskolonie birgt Klassiker wie ein balladeskes "Scharlachrotes Kleid", die hymnische Ode an die Heimat "Thüringen" und natürlich den alles überragenden Titeltrack, der mit seinen eindringlichen Versen und dem finalen Twist, der Umkehr vom Opfer zum Täter, bis heute zu faszinieren weiß und im Grunde als Blaupause für einen jeden Eisregen-Song benannt werden kann.</p><p>Als Schmankerl für die Fans gibt es einen zweiten Tonträger mit fünf Live-Mitschnitten vom Wave Gotik Treffen aus dem Jahr 2000, welche die Band als mitreißendes Kollektiv und Grenzgänger dokumentiert und gleichsam einen Vorgeschmack auf kommende Live-Events vermittelt. Denn nun, nach Aufhebung der Indizierung, dürfen die Songs von Krebskolonie auch wieder auf die Bühne gebracht werden.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10590.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10590.html</guid> </item><item> <title>Die Apokalyptischen Reiter - Freie Repubilk Reitermania</title><description><![CDATA[ VÖ: 31. Oktober 2025<br />Zeit: LP1 10:55 - LP2 15:31 - LP3 21:36 - LP4 39:05<br />Label: Eigenproduktion<br />Homepage: <a href="http://www.reitermania.de" target="_blank">www.reitermania.de</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>Ohne Wertung</p><p>30 Jahre Die Apokalyptischen Reiter! Das schreit nach einer Feier! Das schreit nach einem Geschenk, und zwar von den Reitern an ihre Fans. Schließlich gilt auch für diese Musiker der Grundsatz "Wir sind, weil ihr seid", wie nun auch der Titel eines neuen Songs lautet. Aber dazu kommen wir noch.</p><p>Besagtes Geschenk wurde mit viel Mühe erdacht, ist auf 500 Exemplare limitiert und somit überaus exklusiv! Freie Republik Reitermania heißt die Sammlerbox, die neben vier Vinyl-Tonträgern auch ein eigens entworfenes Brettspiel inklusive handgefertigter Zinnfiguren enthält. Außerdem dürfen sich alle Besitzer als Ehrenbürger der fiktiven Freien Republik Reitermania fühlen und bekommen dies sogar mit einem Reisepass, einer Urkunde und der Verfassung quittiert. Obendrein erhält ein jeder Neubürger einen Reitermaniac, also ein Exemplar aus der eigens ersonnenen Währung, welche auf allen künftigen Headliner-Shows Gültigkeit besitzt. Wenn das mal nichts ist!</p><p>Doch kommen wir zu den Tonträgern: LP 1 nennt sich Der Freiheit Vaterland und enthält den gleichsam betitelten Song, der in seiner knapp elfminütigen Spielzeit einen weiten Bogen spannt von harschem Death Metal über ganz viel Melodie und ein wenig Pathos bis hin zum feierlichen Mitsing-Refrain. Hymnisch im besten Sinne geht es sogleich auf LP 2 weiter, deren Titeltrack "Rache An Der Wirklichkeit" ein echter Gassenhauer oder besser gesagt Gassenreiter geworden ist. Nicht minder metallisch geraten ist bereits erwähnte Danksagung an die Fangemeinde mit dem Titel "Wir Sind, Weil Ihr Seid". Dazwischen finden sich das melancholische Seemanns-Shanty "Weiße Pferde" und der fröhlich-flotte Folk-Rocker "Ich bin Dein Freund", welche allesamt auf ihre Weise überzeugen können und nebenbei das breite stilistische Repertoire der gegenwärtigen Reiterschaft repräsentieren. Gut, anlässlich des Jubiläums hätte ein kleiner Link in die wilden und tatsächlich apokalyptischen Anfangstage der Band auch ganz gutgetan. Aber da aus jener fernen Zeit außer Volkmar und Fuchs kein Reiter mehr im Sattel sitzt, sei darüber hinweggesehen. </p><p>LP 3, Die Schatzinsel, beinhaltet sechs bislang unveröffentlichte Aufnahmen, darunter der chillige Sommer-Rocker "Danke" und die stimmungsvollen Akustik-Versionen von "Erhelle Meine Seele" und "Komm". Das Techno-Remix von "Die Sonne Scheint" mag manch einen Fan vor den Kopf stoßen oder an seine Toleranzgrenze bringen. Doch sind wir mal ehrlich: wer den Reitern bislang durch die Jahre treu geblieben ist, dürfte einiges gewohnt sein und wird auch diesen Exkurs verknusen. Entschädigung liefern unbekümmerter Folkrock in "Das Kleine Spießerlein" und eine brachiale Live-Aufnahme des Klassikers "Es Wird Schlimmer", auf genommen in Hamburg 2023. </p><p>Ein besonderes Schmankerl ist sicher LP 4 unter dem Motto Die Wanderer. Sie präsentiert uns die Reiter von ihrer sensiblen und zerbrechlichen Seite, wenn sie 2015 in Jena zehn ausgesuchte Songs akustisch neu arrangiert zum Besten geben und dabei manch ein Schmuckstück geschaffen haben. </p><p>Echte Reitermaniacs sollten in Anbetracht dieser Kollektion nicht lange zögern, wenn sie eines der 500 Pakete ihr Eigen nennen wollen. Eines noch: Freie Republik Reitermania entstand ohne Beteiligung eines Plattenlabels und ist exklusiv über den Band-Shop zu beziehen.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10594.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10594.html</guid> </item><item> <title>Mystic Circle - Hexenbrand 1486</title><description><![CDATA[ VÖ: 31. Oktober 2025<br />Zeit: 46:43<br />Label: <a href="http://www.roar.gr" target="_blank">ROAR! Rock Of Angels Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.mystic-circle.de" target="_blank">www.mystic-circle.de</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Wann immer ich Musiker im fortgeschrittenen Alter mit Corpsepaint, massenhaft Nieten und Patronengurten so böse wie nur irgendwie möglich posieren sehe, stelle ich mir wie von selbst die Frage, ob man solch ein Gehabe nicht irgendwann einmal hinter sich lässt. Im Fall von Mystic Circle zaubert es mir allerdings ein wohlwollendes Grinsen ins Gesicht, wenn Graf Beezlebub und Kollege Blackwar dieses uralte Black-Metal-Klischee mit maximaler Akribie zu erfüllen versuchen. Schließlich wurde die Band von Anbeginn wie kaum eine andere gemobbt und des schweren Verbrechens des Posings ohne ernsthaften Prozess schuldig gesprochen. Es gleicht also einem dicken Stinkefinger, wenn sich die Musiker auch im vierten Jahr nach der Re-Union keinen Deut darum scheren, was andere über sie sagen. Soviel Selbstbewusstsein kommt nicht von ungefähr, schließlich werden die beiden schon ganz genau wissen, was sie für ein Brett am Start haben.</p><p>Hexenbrand 1486 ist - der Name verrät es bereits - ein Konzeptalbum über die mittelalterliche Hexenverfolgung. Genau das richtige Futter also für all jene, die mit Religiosität nichts am Hut haben! Musikalisch schielt das Rheinland-Pfälzer Duo in Richtung seiner ersten drei Alben und liefert wütenden, aber stets melodischen Black Metal. Der Synthesizer ist weit weniger präsent, als in den späten 1990ern, wird stattdessen dezent aber effektiv eingesetzt, um hier und dort ein gewisses 70er Horrorfilm-Feeling zu erzeugen. Gelegentlich gesellen sich auch weibliche Vocals zu Beelzebubs heiseren Screams und zaubern schauderhaft schöne Momente. Keine Geringeren als Sarah Jezebel Deva (<a href="http://www.heavyhardes.de/band-346.html">Cradle Of Filth</a>) und Karo Hafke (<a href="http://www.heavyhardes.de/band-2039.html">Umbra Et Imago</a>) konnten für ein Stelldichein verpflichtet werden! Was dem traditionsbewusst schwarzmetallischem Material jedoch einen besonderen Stempel aufdrückt, sind die zahlreichen "sauber" gespielten Gitarrensoli, die ebenso gut auf einem klassischen Heavy-Metal-Album ihren Platz gefunden hätten.</p><p>Mit dieser Mischung - schnell und pointiert gespielter Black Metal, viel Melodie und Atmosphäre, dazu manch ein Blick über den Tellerrand - erwachsen Songs wie "Luciferian", "The Scarlet Queen Of Harlot" oder "Ghost Of Whitechapel" zu rabenschwarzen Gassenhauern. Bis hin zum Endspurt mit dem eindringlichen "Dance On The Wings Of Black Magic" halten Mystic Circle das Feuer am Lodern und beweisen, dass überzeugender Black Metal nicht zwangsläufig nach Skandinavien klingen muss. Das werden eingefleischte Underground-Verfechter, denen es nicht roh und primitiv genug klingen kann, freilich anders sehen. Black Metal ist eben ein weites Feld, in dem auch unterschiedliche Herangehensweisen toleriert werden sollten. Also transportieren wir die Hexenjagd doch nicht ins Hier und Jetzt, sondern freuen uns über ein Album, welches im ausklingenden Jahr 2025 als kleines Genre-Highlight gesehen werden kann.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10595.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10595.html</guid> </item><item> <title>Warrant - The Speed Of Metal</title><description><![CDATA[ VÖ: 24. Oktober 2025<br />Zeit: 44:44<br />Label: <a href="http://www.massacre-records.de" target="_blank">Massacre Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.warrantrocks.com" target="_blank">www.warrantrocks.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Ist das also das Comeback nach dem Comeback? Mitte der 1980er Jahre hatten die Düsseldorfer Metallverarbeiter Warrant mit First Strike und The Enforcer zwei veritable Dreher geschmiedet, um sich kurz darauf für etwa 30 Jahre von der Bildfläche zu verabschieden. Das Album-Comeback erfolgte dann 2014 mit Metal Bridge, wobei Frontmann und Bassist Jörg Jurascheck als einziges Überbleibsel der einstigen Besetzung verzeichnet werden konnte. Bis zum jetzigen Nachfolger The Speed Of Metal sollten wieder elf Jahre verstreichen, in denen sich das Besetzungskarussell um drei weitere Runden drehte und Jurascheck erneut als einzige Konstante im Line-Up stehen ließ.</p><p>Viel Zeit, um Energie und Kreativität zu tanken! So gehen die vier Recken nach kurzem Akustik-Intro auch ohne weitere Umschweife in die Vollen. "Cut Into Pieces" liefert schnörkellosen Heavy Metal mit unüberhörbarer 80er-Schlagseite. Der Sound hat Schmackes, kann sich aber das wünschenswerte Quantum Dreck bewahren, Jurascheck singt und schreit mit Kraft und Charisma und die Gitarrenfraktion weiß, wie man fingerfertige Soloarbeit in die straffe Rhythmik webt. Mit "Demons" erwartet uns schließlich ein Lehrstück in Sachen jener Subkultur, die in den 80ern als Speed Metal in die Annalen der Rockmusik eingehen sollte... völlig unverfälscht, mit markantem Refrain und natürlich ganz viel Speed. Um noch eine Ecke extremer zu werden, schmeißt das folgende "Falling Down" schneidiges Thrash-Riffing in den nach wie vor rasant wirbelnden Pit. Beide Songs seien als Anspieltipp gegeben und sind im Netz als Video zu finden. </p><p>Eine ganze Ecke entspannter wird es erst mit "Windy City", einem Cover von The Sweet, welches unter der Regie des Henkers wunderbar metallisch und mit einem gewissen Accept-Vibe um die Ecke kommt. Selbes gilt für "It's Up To You", einer Nummer, die bereits 1988 geschrieben und '99 auf einem Demo enthalten war, aber nun neu eingespielt wurde. Dazwischen geben "Cry Out", "Salvation" und "Regain The Fire" mit hart und schnell gespieltem, traditionsbewusstem Schwermetall ordentlich was auf die Mütze, ehe der Rausschmeißer "Scream For Metal" mit Highspeed dem Albumtitel alle Ehre macht.</p><p>Abgesehen von wirklich bahnbrechendem Hit-Material hat The Speed Of Metal im Grunde alles zu bieten, was sich das Old-School-Metalheart nur wünschen kann. Die Songs sind kantig und authentisch und wissen sich mit Hooks und Melodien schnell ins Gedächtnis zu spielen. Da freut man sich bereits jetzt schon, wenn der Typ mit dem Beil das nächste mal zum Schafott schreitet... in zehn oder zwölf Jahren dürfte es vermutlich soweit sein... wenn nichts dazwischenkommt.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10593.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10593.html</guid> </item><item> <title>Vintersorg - Vattenkrafternas Spel</title><description><![CDATA[ VÖ: 26. September 2025<br />Zeit: 61:39<br />Label: <a href="http://www.hammerheart.com" target="_blank">Hammerheart</a><br />Homepage: -<p>o'zapft von Dagger</p><p>6 von 6 Punkten</p><p>Mit seinen Frühwerken Til Fjälls und Ödemarkens Son kann Andreas Hedlund aka Vintersorg auf zwei unsterbliche Klassiker im Genre des Folk Black Metal blicken, die bis heute durch ihre unverwechselbare Ausdrucksstärke zu faszinieren wissen. Das darauffolgende Cosmic Genesis ließ bereits erste Veränderungen im Konzept der Band erkennen. Plötzlich wurde auch englisch getextet und der Blick auf neue Themen gerichtet. Schließlich sollten Visions From The Spiral Generator und The Focusing Blur die Loyalität der bislang treuen Fans auf eine harte Probe stellen. Beide Platten klangen mindestens so kompliziert wie ihre Titel und ließen die musikalischen Wurzeln von Vintersorg weit hinter sich. </p><p>In den Folgejahren versuchte Mastermind Hedlund mit einer Reihe von Alben seine Ursprünge mit aktuellen Ambitionen irgendwie unter einen Hut zu bringen, was mal mehr, mal weniger gut gelingen sollte. Dann 2017 eine klare Ansage: mit <a href="https://www.heavyhardes.de/review-10023.html">Til Fjälls Del II</a> geht es back to the roots! Der tatsächliche Schulterschluss mit den beiden legendären Frühwerken soll Vintersorg allerdings erst acht Jahre später gelingen, nämlich mit Vattenkrafernas Spell.</p><p>Auf seinem nunmehr elften Studioalbum klingt Mr. Vintersorg mit Unterstützung von Matte Marklund an der Leadgitarre und Simon Lundström am Bass so frei und losgelöst wie seit den späten 1990ern nicht mehr! Gleich der Opener "Efter Dis Kommer Dimma" liefert wunderschönen und stimmungsvollen Folk Black Metal und klingt wie eine logische und dennoch gereifte Fortsetzung von Ödemarkens Son. Hedlund brilliert mit tollen Vocals zwischen glasklarer Sangesstimme und garstigen Screams, während im Uptempo feierliche Melodien aufgefahren werden. Schließlich wird der zauberhafte Refrain noch von Gastsängerin Johanna Lundberg, Frontfrau bei der Band Wytch, veredelt und fertig ist das erste große Ausrufezeichen, das die Spannung auf das folgende Material ins nahezu Unerträgliche steigert.</p><p>Mit "Störtsjö" und "Malströmsbrus" bleiben die Schweden dem eingeschlagenen Pfad treu und servieren nordische Folk-Hymnen par excellence. Hedlund bleibt stimmlich variabel, singt hoch und tief und macht selbst vor Death-Grunts nicht halt. Bei aller Eingängigkeit behält es sich der Songwriter jedoch vor, auch progressive oder orchestrale Einschübe unterzubringen, was dem Material immer wieder einen nahezu cineastischen Anstrich verleiht. Selbst wenn man der Sprache nicht mächtig ist, vermitteln die Lieder den Eindruck, als würden Geschichten von Natur und Mythologie des hohen Nordens erzählt. Vor dem inneren Auge entstehen reichhaltige Bilder wie jenes, das die Platte ziert. </p><p>Folklore in "Ur Älv Och Ã\x85" erweckt trotz schwarzmetallischen Parts auf geisterhafte Weise Kindheitserinnerungen an Ronja die Räubertocher zum Leben und "Regnskuggans Rike" wirkt mit all seiner Melancholie und der üppigen Instrumentierung lange nach, ehe mit "Skyrök" und "Ödsliga Salar" noch einmal dezent progressive Strukturen eingeflochten werden, ohne das harmonische Gesamtbild von Vattenkrafernas Spell zu stören. </p><p>Womöglich war die längere Auszeit seit Till Fjälls Del II notwendig, vielleicht haben auch die Trennung von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-298.html">Borknagar</a>, wo Herr Hedlund zwischen 2001 und 2019 außerdem tätig war, und vom langjährigen Partner Napalm Records positive Impulse freigesetzt. Jedenfalls klingt Vattenkrafernas Spell wie ein Befreiungsschlag und ist womöglich das Vintersorg-Album, auf das die Fans der ersten Stunde seit 25 Jahren gewartet haben.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10591.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10591.html</guid> </item><item> <title>Saltatio Mortis - Weltenwanderer</title><description><![CDATA[ VÖ: 25. Juli 2025<br />Zeit: CD1 33:04 - CD2 77:06 - CD3 77:17<br />Label: <a href="http://www.welovemusic.de" target="_blank">We Love Music</a><br />Homepage: <a href="http://www.saltatio-mortis.com" target="_blank">www.saltatio-mortis.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>Ohne Wertung</p><p>Es ist gute 20 Jahre her, als ich eine Band namens Saltatio Mortis auf einer kleinen Bühne bei einem mittelalterlichen Burgfest gesehen habe. Das Kollektiv war damals noch recht jung, hatte, wenn ich mich recht erinnere, ihren zweiten Longplayer Das Zweite Gesicht gerade erst eingetütet und wusste die überschaubare Zahl an Schaulustigen bestens zu unterhalten. Aus denen wird noch was, dachte ich mir damals und traf damit auch voll ins Schwarze.</p><p>Anno 2025 sind die Spielleute aus Ronneburg aus der hiesigen Mittelalter-Rock-Szene nicht wegzudenken und haben sich mit 13 Studioalben ein unerschütterliches Denkmal gesetzt. Ihr 25. Jubiläum feiern sie nun mit einer Best-Of-Compilation, welche von den Fans selbst zusammengestellt wurde. In einem Zeitraum von fünf Wochen, konnte ein jeder Vasall nämlich seine persönlichen Favoriten über die sozialen Medien benennen und somit seinen Beitrag zu dem stattlichen Ergebnis leisten. Auf drei CDs bzw. fünf farbigen LPs präsentieren uns Saltatio Mortis 50 Songs, welche in fünf Kapiteln, benannt nach Welten der nordischen Mythologie, zusammengefasst werden. In logischer Konsequenz ziert das Cover dieser mit Weltenwanderer betitelten Liedersammlung auch der Weltenbaum Yggdrasil.</p><p>Die fünf Welten stehen dabei für die unterschiedlichen Schaffensphasen und vielen Gesichter der Band Saltatio Mortis - von den puristisch, mittelalterlich anmutenden Anfängen bis hin zur poppig-rockenden Gegenwart. Selbst wenn man die Band kennt und schon seit Jahren verfolgt, wird einem angesichts dieser Zusammenstellung im Grunde erst so richtig bewusst, wie vielseitig diese Truppe in den letzten 25 Jahren unterwegs war. Als Schmankerl für Fans und Sammler enthält Weltenwanderer die neu eingespielte Version von "Spielmannsschwur (United)", dann mit "Keine Regeln" auch die Kooperation mit Rapper FINCH, die bisher nur auf dessen Album Dorfdisco Zwei zu finden war, und zuletzt noch die bislang rein digital erhältliche Nummer "Pray To The Hunter".</p><p>Die einheitlich saubere Klangqualität aller enthaltenen Songs, aber auch die hübsche Aufbereitung machen Weltenwanderer zum unverzichtbaren Sammlerstück für jeden eingefleischten Fan und zur lohnenden Investition für alle, die Saltatio Mortis erst noch kennen lernen möchten.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10589.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10589.html</guid> </item><item> <title>Ã\x9cltra Raptör - Fossilized</title><description><![CDATA[ VÖ: 07. Oktober 2025<br />Zeit: 40:43<br />Label: <a href="http://www.fighter-records.com" target="_blank">Fighter Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/UltraRaptor" target="_blank">www.facebook.com/UltraRaptor</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Ültra Raptör? Nie gehört! Na hoffentlich verbirgt sich dahinter nicht ein ähnliches Projekt wie Heavysaurus. Wenn man sich das Covermotiv mal ansieht, lässt sich solch eine Befürchtung nicht ganz von der Hand weisen. Schnell bemerkt ist aber auch das traditionsbewusst metallische Logo, in dem gleich zwei Umlaute verbraten sind. Das nährt die Hoffnung auf eine Extra-Portion Old-School-Metal und genau darauf darf man sich auf Fossilized auch freuen!</p><p>Bis ins Mark retrospektiv, aber längst nicht fossil, ballert sogleich der Opener und Titeltrack durch die Membrane und gibt uns ab den ersten Takten einen Vorgeschmack, womit wir in den nächsten 40 Minuten zu rechnen haben. Die Truppe aus Quebec frönt dem Speed Metal der 1980er Jahre, schert dabei aber auch gerne in benachbarte Genres aus. So entpuppt sich das folgende "Spinosaurus" als astreiner Thrash Metal, wohingegen in "Hard 'N Fast" die traditionelle Metal-Keule geschwungen wird. Obwohl es auf Fossilized zumeist recht hitzig zur Sache geht, legen die Kanadier stets höchsten Wert auf Melodie und Eingängigkeit, was in Kombination mit der unbändigen Spielfreude, mit kernigen Riffs und feurigen Soli einen jeden Headbanger zum Zappeln bringen sollte. </p><p>Frontmann Phil T. Lung klingt mit seinen erdig-rauen Vocals ein wenig nach Phil McCormack von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1415.html">Molly Hatchet</a>. Sein überschaubares stimmliches Spektrum macht ihn zwar nicht unbedingt zum Kandidaten für die goldene Stimmgabel, er fügt sich unterm Strich aber sehr gut in den ruppigen Sound der Band. Wenn die Kanadier in "Livin For The Riff" also mit maximaler Geschlossenheit auftreten und den Griff zur Luftgitarre provozieren, kauft man ihnen die Message dieses Titels auch ohne weiteres ab. Wer früher schon musikalisch gerne auf Speed unterwegs war, der sollte daher Ültra Raptör sein Gehör schenken und fühlt sich vielleicht nach den ersten Noten bereits zurückversetzt in eine glückliche Vergangenheit, als der Metal noch roh und schnell, aber das Leben selbst eine ganze Ecke langsamer und unkomplizierter war.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10586.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10586.html</guid> </item><item> <title>Deathhammer - Crimson Dawn</title><description><![CDATA[ VÖ: 29. Juli 2025<br />Zeit: 39:46<br />Label: <a href="http://www.hellsheadbangers.com" target="_blank">Hells Headbangers</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/deathhammerofficial" target="_blank">www.facebook.com/deathhammerofficial</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Du stehst auf schöne Melodien, auf elegante Soli und eine glasklare Produktion? Überhaupt bist Du im Allgemeinen ein eher harmoniebedürftiger Mensch? Nun, dann brauchst Du an dieser Stelle im Grunde gar nicht erst weiterlesen.</p><p>Wem es allerdings nicht räudig und dreckig genug klingen kann, dann aufgepasst! Das norwegische Duo Deathhammer züchtet auf ihrem sechsten Studioalbum Crimson Dawn aus DNA-Strängen von Punkrock, Black, Thrash und Speed Metal acht unheilvolle Kreaturen, die einem jeden Feingeist das Fürchten lehren. Im 20. Jahr seines Bestehens steht der Name Deathhammer ein weiteres Mal für kanalisierte Wut, für ungeschminkte Kompromisslosigkeit und kontrolliertes Chaos. Dabei gehören die hastig heraus gewürgten Vocals und die sirenenhaften Screams von Sergeant Salsten ebenso zum Markenzeichen der Band, wie das irrwitzige Gitarrenspiel und die rumpelnden Drums von seinem Kollegen Sadomancer. Dass am Ende dieser fast schon exzessiven Orgie aus Aggression und tollwütiger Raserei keineswegs nur stumpfes Geprügel steht, dafür stehen Songs wie das voll auf Speed getrimmte "Stygian Lust", der rabenschwarze Black'n'Roller "Nocturnal Winds Of Fire" oder der fast schon als melodisch durchgehende Titeltrack "Crimson Dawn".</p><p>Die im wahrsten Sinne ursprüngliche Aufnahme ließe sich als gut gemachtes Rehearsal-Tape vermarkten und zeigt einer jeden auf Perfektion und Transparenz ausgerichteten Produktion den Stinkefinger. Man muss also schon genau hinhören, um die technischen Feinheiten dieser beiden Recken herauszuhören, wird dann aber mit einem anerkennenden Kopfnicken attestieren, dass hier sicherlich keine Anfänger, sondern leidenschaftliche Überzeugungstäter am Werkeln sind. Freilich könnte und muss man wohl den Rotstift ansetzen, wenn es denn um überbewertete Eigenschaften, wie Abwechslung oder Experimentierfreude geht. In dieser Hinsicht kommen Deathhammer einfach nicht aus ihrer Haut. Daher fährt dieser mit reinstem Stahl beladene Güterzug stets mit maximaler Zugkraft und hält selbst auf kurviger Strecke dasselbe hohe Tempo. Auf ruhigere oder gar balladeske Momente braucht man also gar nicht erst zu spekulieren. Dafür lässt sich im Rausschmeißer "Into The Blackness Of Hell" prima in den finalen Hail-Satan-Chorus einsteigen, während die Gitarren allmählich verstummen.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10587.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10587.html</guid> </item><item> <title>Wolfheart - Draconian Darkness II</title><description><![CDATA[ VÖ: 19. September 2025<br />Zeit: 20:30<br />Label: <a href="http://www.reigningphoenixmusic.com" target="_blank">Reigning Phoenix Music</a><br />Homepage: <a href="http://www.wolfheartofficial.com" target="_blank">www.wolfheartofficial.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Als kleinen Nachschlag zu ihrem letzten Hauptgericht Draconian Darkness serviert uns das finnische Kraftpaket Wolfheart nun die EP Draconian Darkness II. Darauf findet man zunächst zwei neue Songs im typischen Wolfspelz. Wie man Death und Black Metal mit Melodie und Epik verschmilzt, verstehen derart nur wenige Bands so gut wie eben Wolfheart! Dabei klingt der Opener "Carnivore" zunächst ungewohnt vertrackt, spielt mit unterschiedlichen Gesangsstilen und könnte in seinen ruhigen, orchestralen Zwischenstücken glatt als hart gespielter Gothic Metal durchgehen. Dafür liefert "Forefathers" jene eingeschwärzte Up-Tempo-Hymnik, für die man die Band kennt und schätzt.</p><p>Dass es sich beim folgenden "Burning Sky" um eine Live-Aufnahme handelt, schnallt man im Grunde erst, wenn am Ende ein applaudierendes Publikum zu hören ist. Respekt, mit welcher Präzision die Finnen ihre Songs auf die Bühne bringen! Die hübsche Akustikversion von "The Gale", welches als Rausschmeißer auf dem letzten Album erschien, zeigt die harten Jungs von einer unerwartet angreifbaren und zerbrechlichen Seite. Lediglich die orchestrale und rein instrumentale Fassung der ursprünglich mitreißenden Hymne "Grave" klingt ein wenig nach Konservenfutter und gibt in Zeiten echter Orchester-Einspielungen eine eher bescheidene Figur ab.</p><p>Summa summarum ist Draconian Darkness II ein solider Trittstein vor dem nächsten Longplayer. Fans und Sammler werden ohnehin zugreifen, für Wolfheart-Einsteiger oder ein erstes Kennenlernen machen die beiden letzten Studioalben aber sicherlich mehr Sinn.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10588.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10588.html</guid> </item><item> <title>Demiurgon - Miasmatic Deathless Chamber</title><description><![CDATA[ VÖ: 26. September 2025<br />Zeit: 35:37<br />Label: <a href="http://www.tometal.com" target="_blank">Transcending Obscurity Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/Demiurgon" target="_blank">www.facebook.com/Demiurgon</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Zehn Jahre, drei Alben... das könnte freilich mehr sein. Allerdings muss man sich auch ernsthaft die Frage stellen, ob eine kürzere Album-Frequenz für die werten Fans der Band Demiurgon nicht mit gesundheitlichen Risiken verbunden wäre.</p><p>Die fünf Italiener spielen technischen Brutalo-Death, der sich allerdings einen gewissen Spielfluss zu bewahren weiß. Nur der Ordnung halber: Spielfluss ist nicht automatisch gleichzusetzen mit Eingängigkeit oder gar Melodie. Beides ist nämlich im besten Fall unterschwellig zu vernehmen, wenn Demiurgon ins Geschehen starten.</p><p>Dissonanzen und beklemmende Akkorde prägen die sieben neuen Songs ebenso wie eine stürmische Riff-Sequenz, das schwindelerregend wirbelnde Schlagzeug oder der brachiale Guttalgesang von Frontmann Stefano. Wo sich der Opener "Worldwide Grave" oder der Titeltrack "Miasmatic Deathless Chamber" zu einer brachial drückenden Klang-Monstrosität auftürmen, fetzten "Flashforward To The End" und "Throne Of Derangement" dermaßen rasant durch die Botanik, dass selbst die schnellsten Zombies der Filmgeschichte nicht hinterherkommen. Das Tempo und das hohe Technikmaß lassen die Songs mit ihren im Schnitt fünf Minuten Spielzeit zwar länger erscheinen, als sie tatsächlich sind, doch geht dies dennoch nicht auf Kosten einer gewissen Kurzweiligkeit oder Spielfreude.</p><p>Das spannende Artwork im Sci-Fi-Style von Giannis Nakos reflektiert mit seiner Detailverliebtheit die enorme kompositorische Dichte auf Miasmatic Deathless Chamber und rundet somit diese klangliche Apokalypse auch optisch gelungen ab. Technik-Fans, die Alben von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-353.html">Cryptopsy</a>, <a href="http://www.heavyhardes.de/band-3603.html">Origin</a> oder <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1883.html">Necrophagist</a> im Regal stehen haben, können bei Demiurgons Drittwerk im Grunde bedenkenlos zugreifen.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10582.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10582.html</guid> </item><item> <title>Vittra - Intense Indifference</title><description><![CDATA[ VÖ: 19. September 2025<br />Zeit: 33:36<br />Label: Eigenproduktion<br />Homepage: <a href="http://www.vittraofficial.com" target="_blank">www.vittraofficial.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Die schwedische Band Vittra hieß zunächst Vildvittra, also benannt nach den Wilddruden in Astrid Lindgrens Ronja, die Räubertochter. Der Name wurde schließlich auf Vittra verkürzt, doch was blieb, ist das Interesse für Fabelfiguren der schwedischen Mythologie, welche immer wieder durch das Liedgut der fünf Musiker geistern.</p><p>Intense Indifference ist das bereits zweite Album der 2017 gegründeten Band, deren musikalische Herangehensweise im Grunde schnell durchschaut ist. Grundgerüst für die zehn neuen Kompositionen bildet der landestypische Melodic Death im Fahrwasser von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-8481.html">Gates Of Ishtar</a> oder frühen <a href="http://www.heavyhardes.de/band-15.html">In Flames</a>, der allerdings gerne auch mit genre-fremden Elementen angereichert wird. So begegnet man in "Burn(h)er" einer ordentlichen Schippe Power-Metal, "Transylvanian Buffet" lässt es mitsamt flotter Pianoklängen im Chuck-Berry-Style nicht nur rocken, sondern ganz gehörig rollen. "Soul Searcher" macht selbst vor einem jazzig-improvisiert wirkendem Intermezzo nicht halt und deutlich finstere Songs wie "The Leap" oder "Piece By Piece" enthüllen den Thrash Metal als zweite große Leidenschaft der Band. </p><p>Bei all den unterschiedlichen Einflüssen und der verspielten Umsetzung verstehen es Vittra sehr geschickt, auf den Punkt zu kommen. So bringen es die zehn Songs auf gerade einmal 33 Minuten Spielzeit, die dann tatsächlich wie im Nu verfliegen und man geneigt ist, trotz fehlendem Hitmaterials mit "MOFO" noch einmal von vorne loszulegen und auf die wiederholte Aufforderung "Motherfucker, let's go!" brav die Mähne zu kreisen!</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10585.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10585.html</guid> </item><item> <title>White Mantis - Arrows At The Sun</title><description><![CDATA[ VÖ: 22. August 2025<br />Zeit: 46:54<br />Label: <a href="http://www.hho-records.de" target="_blank">High Roller Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/white.mantis" target="_blank">www.facebook.com/white.mantis</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Ganze sechs Jahre hat sich die bayerische Combo White Mantis Zeit gelassen, um einen Nachfolger zu ihrem Debüt Sacrifice Your Future einzuzimmern. Aber was lange währt, wird bekanntlich gut, selbst wenn in unserer schnelllebigen Zeit bei solch einer Spanne durchaus die Gefahr besteht, wieder in Vergessenheit geraten zu sein.</p><p>Also an all jene, die den bayerischen Vierer vergessen haben oder nun tatsächlich zum ersten Mal mit ihm in Kontakt treten: White Mantis spielen Thrash Metal im klassischen Sinn. Ein bisschen frühe <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2739.html">Megadeth</a> hier, ein bisschen <a href="http://www.heavyhardes.de/band-610.html">Kreator</a>-Rhythmik dort, abgeschmeckt mit einem hohen technischen Anspruch und teils progressiven Songstrukturen, wie man es von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-383.html">Destruction</a> her kennen mag. Schließlich gibt es obendrauf noch eine gehörige Portion Spielfreude und das nötige Quäntchen Wahnsinn, um am Ende trotz unverkennbarer Einflüsse der Altvorderen eben doch ein ganz eigenes Süppchen zu kochen. Songs wie der Opener "Nekrotornado" oder Abrissbirnen a la "Over Your Pale Bones" und "Roboticator" schlagen mit all ihrer Wut und Rasanz dem Hörer wie Sturmböen entgegen. Zwar sind diese Schergen vorzugsweise im Up-Tempo unterwegs, doch liefern sie mit "Atavistic Power" und "Toxic Sniper" auch Songs, die es etwas langsamer angehen lassen, deswegen aber keinen Deut weniger gut funktionieren.</p><p>Überhaupt sind White Mantis stets für eine Überraschung zu haben. Tempo, Rhythmik und Gesang werden gerne auch innerhalb der einzelnen Stücke gekonnt variiert, sodass ein Aufkeimen von Langatmigkeit gar nicht erst zugelassen wird. Frontmann Matthias Pletz setzt mit seinen giftigen, teils hysterisch wirkenden Vocals dem hitzigen Material mitsamt seinen chaotischen Momenten das Sahnehäubchen auf, rundet den auditiven Frontalangriff quasi ab. Nicht auszuschließen, dass all das Temperament von Arrows At The Sun auch von dessen lyrischer Botschaft getragen wird. Als Technikkritiker und Fortschrittskeptiker verfolgen White Mantis nämlich auch ein gesellschaftspolitisches und seit Aufkeimen der KI hochbrisantes Konzept. So erklärt sich schließlich auch das Coverartwork, das ein paar Steinzeitburschen zeigt, wie sie mit Pfeil und Bogen auf ein übernatürliches Lichtphänomen am Himmel anlegen.</p><p>Derart Retro ist die Musik von White Mantis am Ende allerdings nicht, sondern trotz diverser Links in die Vergangenheit durchaus zeitgemäß. Das Wort "zeitlos" nehme ich an dieser Stelle lieber nicht in den Mund, sonst lassen uns die Münchener am Ende wieder so lange auf ein neues Album warten...</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10584.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10584.html</guid> </item><item> <title>Ashes Of Ares - New Messiahs</title><description><![CDATA[ VÖ: 18. Juli 2025<br />Zeit: 58:50<br />Label: <a href="http://www.roar.gr" target="_blank">ROAR! Rock Of Angels Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/AshesOfAres" target="_blank">www.facebook.com/AshesOfAres</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Düster und majestätisch starten Ashes Of Ares in ihren vierten und mit New Messiahs verheißungsvoll betitelten Longplayer. Ist das Intro erst einmal verklungen, geht es mit dem Titeltrack sogleich aggressiv und heavy ans Eingemachte. Schell wird klar: die einstigen <a href="http://www.heavyhardes.de/band-543.html">Iced Earth</a>-Recken Matt Barlow und Freddie Vidales haben ihre Trademarks beibehalten, gehen aber doch einen Schritt nach vorne. Das Songwriting wirkt kompakter, also weniger progressiv als zuletzt auf <a href="https://www.heavyhardes.de/review-10392.html">Emperors And Fools</a>, was das Material zwangsläufig wieder etwas näher an ihren früheren Arbeitgeber rückt. </p><p>Die Stärken dieser Band liegen auf der Hand: zum einen ist da Matt Barlows markante Sangesstimme, die man unter hundert anderen sofort erkennt, zum anderen liefert Freddie Vidales eine kleine Armada an kernigen Riffs und flüssigen Soli, die sich in Sachen Härtegrad irgendwo zwischen US-Metal und Thrash verorten lassen. Wo das folgende und erneut im Up-Tempo arrangierte "Two Graves" mit einem prägnanten Refrain Punkte sammelt, will es Ashes Of Ares an anderen Stellen leider nicht so recht gelingen, ein altes Manko abzuschütteln: Gerade die Refrains wirken hier und dort kompliziert und wollen einfach nicht zünden, die mehrstimmig eingesungenen Vocals erscheinen immer wieder unnötig und zu dick aufgetragen und - sorry - das hohe Gejaule im Hintergrund kann manchmal ganz schön auf die Nerven gehen. Beispiele für ein paar Songs, denen eine Entschlackung gutgetan hätte, liefern "Infection, Deception" oder "Wake The Vultures".</p><p>An anderer Stelle gelingt es Ashes Of Ares aber doch zu überzeugen. Wie schon in der Vergangenheit entpuppen sich die ruhigeren Momente als echte Glanzpunkte des Albums, an vorderster Stelle die ohrwurmmäßige Power-Ballade "Keep On Walkin'". Gerade im letzten Album-Drittel scheinen sich die stärksten Momente von New Messiahs zu konzentrieren. "The Hawk And The Dove" ist zwar wieder etwas progressiver gestrickt, überzeugt aber mit einem intelligenten Songwriting und tollen Melodien, während "From Hell He Rides" mit Power und Eingängigkeit auf gefrorener Erde in Richtung Zielgerade galoppiert. Am Ende dann noch eine extravagante Coverversion: Bei Ashes Of Ares klingt Elton Johns Piano-Rocker "And The House Fell Down" wie ein Blend aus Metal und Blues, ohne die markanten Swing-Elemente des Originals zu ignorieren.</p><p>Was bleibt ist ein weiteres Album mit großartigen, aber auch mit nicht gänzlich überzeugenden Momenten. Besser als Emperors And Fools geraten, zeigt New Messiahs aber definitiv den Weg in die richtige Richtung.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10583.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10583.html</guid> </item><item> <title>Jordfäst - Blodsdod Och Hor</title><description><![CDATA[ VÖ: 25. Juli 2025<br />Zeit: 34:55<br />Label: <a href="http://www.blacklionproduction666.bandcamp.com" target="_blank">Black Lion Productions</a><br />Homepage: <a href="http://www.jordfast.net" target="_blank">www.jordfast.net</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Blodsdåd Och Hor, zu Deutsch "Blutvergießen und Hurerei", ist das dritte Studioalbum der schwedischen Band Jordfäst. Wie schon die beiden Vorgänger teilt sich auch dieses Werk in zwei Akte, jedoch mit dem Unterschied, dass dieses Mal nicht jeder Akt aus einem einzigen Longtrack besteht, sondern jeweils vier Lieder umspannt. Innerhalb dieser Titel sind die Übergänge jedoch derart fließend, dass man den Wechsel der einzelnen Songs gar nicht mitbekommt. Das mag zudem daran liegen, dass Jordfäst sehr progressiv agieren, weswegen man einen klassischen Aufbau aus Strophen und Refrains lieber nicht erwarten sollte.</p><p>Geboten wird einmal mehr typisch nordischer Black Metal, der weite Teile des stilistischen Spektrums dieses Genres auszureizen versucht. So beginnt der erste Akt "Ett Altare Av Skärvor" (Ein Altar aus Scherben) mit einem lässigen Heavy-Metal-Riff, das zu rockenden Rhythmen in erhabene Chorgesänge übergeht, ehe sich die typisch nordische Raserei einstellt. Damit steht gleich der erste Track gewissermaßen programmatisch für das gesamte Album, auf dem sich Aggression, Melodie und Atmosphäre die Waage halten. Folkloristischer Klargesang wird neben dem standesgemäßen Keifen punktuell oder gerne im Hintergrund platziert, während auch "ordentliche" Gitarrensoli das Material immer wieder auflockern.</p><p>Wo der erste Akt mit Fragmenten der Völuspa spielt und diese zu interpretieren versucht, widmet sich der zweite Akt, "Dit Gudarna Trälar Är" (Wo Götter Knechte sind), der kriegerischen Geschichte des Landes Schwedens und gestaltet sich konsequenterweise auch einen Tick vehementer und kälter als die erste Albumhälfte. Erst zum Ende hin entwickelt sich eine Art feierliches Fernweh, das abermals von stimmungsvollen, aber keinesfalls zu pathetischen Chören begleitet wird.</p><p>Mit Blodsdåd Och Hor bescheren uns Jordfäst ein spannendes, facettenreiches und ambitioniertes Werk, welches tief in den Traditionen des skandinavischen Black Metals fußt, aber auch den flüchtigen Blick über den Genre-Rand nicht scheut. Natürlich wird am Ende auch bei allem Engagement das Rad nicht neu erfunden. Zumindest ist es im Falle Jordfäst gut gewuchtet und hat ordentlich Grip. Freunde von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2203.html">Agalloch</a>, <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2053.html">Enslaved</a> oder <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1366.html">Vintersorg</a> sollten der Platte daher ihre Aufmerksamkeit schenken.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10575.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10575.html</guid> </item><item> <title>Lord Belial - Unholy Trinity</title><description><![CDATA[ VÖ: 27. Juni 2025<br />Zeit: 50:05<br />Label: <a href="http://www.hammerheart.com" target="_blank">Hammerheart</a><br />Homepage: <a href="http://www.lordbelial.com" target="_blank">www.lordbelial.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Rasend schnelle Percussions, erbarmungslos sägende Gitarren, dazu technische Finesse und ein wünschenswertes Quantum an Melodie - wenn Lord Belial mit "Ipse Venit" in ihr zehntes Studioalbum Unholy Trinity starten, sollte sich das für einen jeden traditionsbewussten Black-Metal-Fan anhören, als wäre er gerade nach Hause gekommen. Wenn es denn um Aggression und Kompromisslosigkeit geht, so haben die schwedischen Szene-Veteranen gegenüber ihrem 2022er Comeb(l)ack-Album <a href="https://www.heavyhardes.de/review-10423.html">Rapture</a> nun sogar noch eine Schippe draufgelegt! "Glory To Darkness" klingt in Abschnitten nicht nur wütend, sondern geradezu wahnwitzig, was aber nicht bedeuten soll, dass Unholy Trinity nicht auch die eine oder andere Überraschung parat hält!</p><p>Das nun folgende "Serpent's Feast" startet gemächlich, unheilvoll und atmosphärisch ins Geschehen und weiß manch einen Stimmungswechsel zu erzeugen. "In Chaos Transcend" entpuppt sich mit gesprochenen Versen, hymnischen Gitarrenläufen und einer gewissen Epik in der Melodieführung als bislang harmonischste Nummer des Albums. Standesgemäße Raserei hält ein weiters Mal "The Whore" für uns bereit, zeigt aber aufs Neue, dass sich all die kleinen technischen Details und kompositorischen Kunstgriffe nicht unbedingt beim ersten Durchlauf erschließen lassen. In dieser Hinsicht hat Unholy Trinity nämlich mehr zu bieten, als man zunächst glauben möchte!</p><p>Wo "Scornful Vengence" diesen gewissen <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2557.html">Dissection</a>-Vibe durchblicken lässt, den man Lord Belial von Beginn an immer wieder nachgesagt hat, erweisen sich die beiden letzten Nummern "The Great Void" und "Antichrist" als passende Kost, für jeden der seinen typisch nordischen Black Metal gerne stimmungsvoll und feierlich genießt. Aber Vorsicht, gerade weichgespült kommt die Band auf ihrer Zielgeraden deswegen noch lange nicht um die Ecke! Der druckvolle, aber längst nicht zu Tode produzierte Klang der Scheibe, für den man Andy LaRocque hinzugezogen hat, rundet das boshafte Klangerlebnis ab und positioniert Lord Belial in der ersten Genre-Liga. Ein paar lyrische Klischees weniger wären zwar schön gewesen, dafür demonstrieren uns die Gebrüder Backelin mit Niclas Pepa Green an ihrer Seite, dass sie von Altersmüdigkeit oder kreativitätshemmender Routine meilenweit entfernt sind.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10581.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10581.html</guid> </item><item> <title>Rise From Your Grave - The New Flesh Reborn</title><description><![CDATA[ VÖ: 06. Mai 2025<br />Zeit: 57:27<br />Label: <a href="http://www.wearehorrorrecords.com" target="_blank">We Are Horror Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.risefromyourgrave.bandcamp.com" target="_blank">www.risefromyourgrave.bandcamp.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Wenn es in Pittsburgh / Pennsylvania spukt, so ist nicht auszuschließen, dass die Horror-Punker von Rise From Your Grave ihre Finger mit im Spiel haben. The New Flesh Reborn ist das sechste Studioalbum der Band und ein gefundenes Fressen für alle, die es gerne gruselig und makaber mögen, ohne dass das nötige Quäntchen Humor dabei auf der Strecke bleibt.</p><p>Ihr wollt haedbangen? Ihr wollt mitsingen oder einfach mal den Circle-Pit aufräumen? Mit The New Born Flesh findet ihr den richtigen Soundtrack! Hymnische Gassenhauer wie "The Creature", "I Am", "The Deep" oder "It's Me" liefern dafür im wahrsten Sinne hieb- und stichfeste Beweise! Neben klassischem Punk-Repertoire haben Rise From Your Grave ihren Songs allerhand Riffs und Soli aus schwermetallischen Gefilden als kleine Grabbeigabe auf ihren Weg in die Ewigkeit verabreicht. Die technische Umsetzung lässt dabei keine Wünsche offen und distanziert das Material doch deutlich von jeder Vorstellung eines eher chaotisch inszenierten Punk-Rock-Albums. In Sachen Härte und Energie ist das Material hier und dort sogar vom Thrash Metal nicht mehr weit entfernt.</p><p>Zwar erzählen Rise From Your Grave ihre Gruselgeschichten definitiv am liebsten im Up-Tempo, doch verstehen es die Musiker sehr gut, hier und dort auch mal das Tempo vom Gas zu nehmen, um geschickt ein paar spooky Einschübe zu platzieren. Die LP-Version des Albums wird gar mit der Ballade "As I Crumble" zu Grabe getragen, während es auf die CD drei weitere Stücke geschafft haben. Hier darf das furiose "In The Water" mit seinen zarten Pianoklängen quasi die letzte Glocke läuten und beschließt ein Album, das allen Genre-Fans nur wärmstens an frisch aus der Brust gerissene Herz gelegt werden kann!</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10579.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10579.html</guid> </item><item> <title>Nightbearer - Defiance</title><description><![CDATA[ VÖ: 13. Juni 2025<br />Zeit: 46:08<br />Label: <a href="http://www.testimonyrecords.bigcartel.com" target="_blank">Testimony Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/nightbearer" target="_blank">www.facebook.com/nightbearer</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Nach den letzten Alben von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-8840.html">Rats Of Gomorrah</a> und <a href="http://www.heavyhardes.de/band-7691.html">Deserted Fear</a> kommt nun für alle Fans des melodischen Death Metals ein weiterer Leckerbissen aus deutschen Landen in die Verkaufsregale. Zunächst startet Defiance, der dritte Longplayer der Band Nightbearer, nach kurzem akustischem Intro allerdings überraschen schwarzmetallisch mit Blastbeats und Keifgesang ins Geschehen. "His Dark Materials" heißt diese erste Impression, mit der man sein Repertoire erweitert hat, wenn es darum ging, der dreiteiligen Roman-Reihe gleichen Namens von Philip Pullman einen musikalischen Stempel aufzudrücken! Anders als es bei vielen Konzeptalben der Fall ist, hat man bei Nightbearer jedoch zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass die musikalische Eingängigkeit dem literarischen Leitfaden geopfert wurde!</p><p>So rumpeln postwendend mit dem Titeltrack "Defiance", "One Church Over All" und "Dying Knowns No Bounds" drei astreine Death-Metal-Mosher im Schweden-Style durch die Membrane, ehe es mit "Reign Supreme" deutlich ruhiger in doomigen Gefilden zur Sache geht. Am Synthesizer wird auf Defiance übrigens nicht gespart, sodass den Stücken hier und dort eine gewisse Melancholie zu eigen ist und Nightbearer im Allgemeinen unerwartet atmosphärisch herüberkommen. Das gilt schließlich auch für den neunminütigen Longtrack "Ascension", der abermals mit Black-Metal-Elementen spielt und trotz seiner Länge als Album-Highlight betrachtet werden darf.</p><p>Zum Ausgleich sorgt "Until We Meet Again" als reines Instrumentalstück mit seinen verspielten Gitarren für gute Laune, schließlich gibt es zum Abschluss mit "Republic Of Haven" noch einmal ordentlich eines auf die Mütze! Nightbearer spannen auf Defiance einen weiten Bogen von Moshpit-Groove, über Up-Tempo und Atmosphäre bis hin zu ganz viel Melodie, sodass es während der guten Dreiviertelstunde Spielzeit wohl niemandem langweilig werden dürfte. Genre-Fans, die von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1230.html">Entombed</a> bis <a href="http://www.heavyhardes.de/band-108.html">Arch Enemy</a> so ziemlich alles konsumieren, was der Schweden-Death so hergibt, die sollten dieser deutschen Elchtod-Variante unbedingt Gehör schenken!</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10580.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10580.html</guid> </item><item> <title>The Dead Cowboys - The Dead Cowboys</title><description><![CDATA[ VÖ: 21. Mai 2025<br />Zeit: 37:30<br />Label: <a href="http://www.shotgunimprint.bandcamp.com" target="_blank">Shotgun Records</a><br />Homepage: <a href="http://www.thedeadcowboysband.com" target="_blank">www.thedeadcowboysband.com</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>4 von 6 Punkten</p><p>Ein neuer Sherif ist in der Stadt! Aus Los Angeles reiten The Dead Cowboys im Galopp in Richtung unserer Stereoanlage und haben ihr selbstbetiteltes Debüt in der Satteltasche! Als "Heavy Western" bezeichnen sie ihren Sound, bei dem Heavy Metal auf Wild-West-Themen treffen soll. Ganz so heavy geht es am Ende allerdings doch nicht zu. Stattdessen erwartet uns ein melodischer und zumeist gut gelaunter Mix aus Country, Rock'n'Roll, Hard Rock und ja - hier und dort auch ein wenig Heavy Metal.</p><p>Der Opener "Bad Friends & Good Times" ist so etwas wie das Aushängeschild des Drehers, wurde im Vorfeld als Video ins Netz gestellt und macht mit seinem lässigen Country Rock'n'Roll nicht nur Laune, sondern vor allem durstig! Abermals Country und eine dicke Ladung Southern Rock beschert uns "Super Country Cowboy", dessen Titel schon impliziert, dass es bei diesen Outlaws nicht immer bierernst zur Sache geht. Das hört man der Musik schließlich auch an! So sorgt im Song "Mexico" beispielsweise die bekannte Melodie von "La Cucaracha" für Party-Feeling und "Hot Rod Vega" regt mit seinen Hu-Hu-Chören zum Mitsingen an.</p><p>Etwas deftiger und kantiger geht es dann tatsächlich mit "Crazy Horses" und "The Lake" zur Sache, während sich mit "Jensen Road" schließlich auch eine hübsche Ballade inklusive einiger Links ins Lager von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-1901.html">Lynyrd Skynyrd</a> ins Set geschlichen hat. Zum Ende hin macht "When The Crows Come Home" als geschmeidiger Country-Rocker den Griff zur Luftgitarre unvermeidbar und der coole Rausschmeißer "Demon Desperado" entpuppt sich als vielleicht stärkste Nummer dieses Debüts, wenn er galoppierende Rhythmen auf harte Riffs, Mariachi-Trompeten und einen griffigen Refrain treffen lässt. </p><p>Unterm Strich kann man diesen ersten Ausritt der Dead Cowboys als gelungenen Stilmix zusammenfassen, der zwar nicht zu jeder Zeit zu fesseln weiß, aber durchaus ein paar Highlights in petto hat. Da wäre es doch schön, wenn die Burschen aus L.A. nicht im erst besten Saloon versumpfen, sondern die Musik im Auge behalten, um uns mit ihren Storys von Cowboys und dem wilden Westen auch weiterhin zu unterhalten.</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10578.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10578.html</guid> </item><item> <title>Iku-Turso - Wolfheart EP</title><description><![CDATA[ VÖ: 06. Juni 2025<br />Zeit: 29:46<br />Label: <a href="http://www.purity-through-fire.com" target="_blank">Purity Through Fire</a><br />Homepage: <a href="http://www.facebook.com/ikutursobm" target="_blank">www.facebook.com/ikutursobm</a><p>o'zapft von Dagger</p><p>5 von 6 Punkten</p><p>Achtung Verwechslungsgefahr! Im Jahr 2023 veröffentlichte die finnische Band <a href="http://www.heavyhardes.de/band-8449.html">Wolfheart</a> ihre EP Iku-Turso, benannt nach einem Seemonster aus der finnischen Mythologie. Nun veröffentlichen diese Tage die Landsleute von Iku-Turso, einer Black-Metal-Band aus Oulu, eine EP mit dem Titel Wolfheart. Da soll noch einer durchblicken. Jedenfalls bezieht sich nachfolgendes Review auf letztgenanntes Release.</p><p>Die Band Iku-Turso wurde 2017 ins Leben gerufen und brachte seitdem neben drei Langeisen auch immer wieder neues Futter in Form von EPs auf den Markt. Wolfheart, das neueste Mini-Album, umfasst fünf Stücke und bringt es auf 30 Minuten Spielzeit, ist also gar nicht mal so mini, sondern recht nahe an einem Longplayer dran. Der Opener namens "Pagan Beasts" macht seinem Namen alle Ehre und verweist mit seiner stampfenden Rhythmik und den archaischen Melodien an die Frühwerke des Pagan Black Metal und Bands wie <a href="http://www.heavyhardes.de/band-2053.html">Enslaved</a> oder <a href="http://www.heavyhardes.de/band-3774.html">Kampfar</a>. Keyboardklänge halten sich während der rohen und traditionsbewussten Aufführung vornehm im Hintergrund, tragen allerdings maßgeblich zu jener gefühlt authentischen Atmosphäre bei, die den Song mitsamt seiner acht Minuten Spielzeit zu einem wahren Leckerbissen für all jene macht, die ihren Wikingermusik am liebsten grimmig kalt und frei von jedem überflüssigen Pathos genießen. "Gales Of Hail" zieht sogleich das Tempo spürbar an und liefert hymnisch-melodischen Black Metal zwischen genretypischer Raserei, Männerchören und lässig rockenden Passagen. Wer an dieser Stelle nicht zu zappeln beginnt, hat mit Black Metal vermutlich rein gar nichts an der Mütze! </p><p>Kontrastprogramm: Trägheit und Verzweiflung begegnen uns in "Grizzled Skies", wenn entrückte Schreie einen Blick in die tiefsten Abgründe der menschlichen Psyche erlauben. Sobald das Tempo anzieht, entwickelt sich jedoch auch hier eine feierliche Stimmung. Diese Metamorphose durchleben wir zwei Mal, ehe sich zum Ende hin folkloristische Flötentöne ins Geschehen mischen und den Song bis weit über die Acht-Minuten-Marke tragen. So erhaben, wie das nun folgende "Midwinter" beginnt, so kurz ist dieses Zwischenspiel und bildet lediglich eine Brücke zur finalen Coverversion von <a href="http://www.heavyhardes.de/band-437.html">Emperor</a>s "Beyond The Great Vast Forest". Hier bewegen sich Iku-Turso mit maximalem Respekt möglichst nahe am Original, um das selektierte Heiligtum bloß nicht zu beschädigen, schaffen es aber trotzdem, ihre Adaption vollkommen harmonisch an das bislang Gehörte zu knüpfen. </p><p>Ja, Wolfheart ist mehr als nur eine EP, die das Warten auf ein neues Studioalbum erleichtern soll. Hier besitzt eine jede Nummer ihren eigenen Charme zwischen Epik, Kampfeslust und Atmosphäre. Dabei meistern Iku-Turso mit einer rohen und doch packenden Produktion, den Geist der 1990er ins Hier und Jetzt zu transportieren, ohne dabei angestaubt zu wirken. Die Promo-Fotos von vier bemüht grimmig dreinblickenden Gesellen im klassischen Panda-Look könnten zwar klischeehafter kaum sein, dennoch muss ich attestieren: lange nicht haben mich 30 Minuten Pagan Black Metal dermaßen gefesselt!</p> ]]></description><author>news@heavyhardes.de (Heavyhardes.de - Reviews)</author> <link>http://www.heavyhardes.de/review-10577.html</link> <guid>http://www.heavyhardes.de/review-10577.html</guid> </item></channel></rss>If you would like to create a banner that links to this page (i.e. this validation result), do the following:
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